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Aktuelles und Aktionen zum Pazifismus und Bundeswehr abschaffen

Antikriegsmahnwache 30.4. in Jagel

Flugblatt: Antikriegsmahnwache in Jagel


Soldaten aus Jagel sind im Krieg

In etwa monatlichen Abstand finden Mahnwachen in Jagel statt. Die nächste:

Mahnwache und Kundgebung

Sa, 30. April 2016, 11.57 bis 14.00 Uhr

Hauptzufahrt zum Fliegerhorst Jagel

Dazu laden wir hiermit herzlich ein.

Vorankündigung: Am 11. Juni soll ein „Tag der Bundeswehr“ in Hohn stattfinden. Deswegen findet eine weitere  antimilitaristische Mahnwache am 11. Juni um 11.00 Uhr vor dem Fliegerhorst in Hohn statt.

Deutsche Friedensgesellschaft -

Vereinigte KriegsdienstgegnerInnnen

http://www.bundeswehrabschaffen.de

Wozu Drohnen und Elektronische Kampfführung?

Der Drohnen- und Tornadostandort in Jagel und die Elektronische Kampfführung der Bundeswehr in Bramstedtlund (Nordfriesland) gehören zusammen. Mit tech­nologischer Überlegenheit will die Bundeswehr in asymmetrischer Kriegführung Kriege gewinnen,  eroberte Gebiete militärisch absichern, um politische und wirt­schaftliche Interessen durchzusetzen.

Die militärische Aufklärung und Ortung des Gegners geschieht sowohl durch die Elektronische Kampfführung in Bramstedtlund und Stadum bei Leck in Nord­friesland, als auch mit Drohnen, unbemannte autonom computergesteuerte Mili­tärroboter, die in Jagel beheimatet sind. Die Exekution übernehmen dann bewaff­nete Drohnen oder Kampfflugzeuge. Die Bundeswehr hat beschlossen, solche bewaffneten Kampfdrohnen anzuschaffen und dem „Geschwader Immelmann“-Standort Jagel zuzuordnen. Mit eigenen Kampfdrohnen und eigenem dazugehöri­gen Kommunikationssystem könnte die Bundesregierung sogar unabhän­gig von den USA Kriege auf  hohem technologischen Stand führen.

Weshalb sind Soldat*innen aus Jagel im Krieg?

Durch die militärische Überlegenheit soll das System der ungerechten und unglei­chen wirtschaftlichen Beziehungen aufrecht erhalten werden. Globalstrate-gisch wichtige Handelswege sollen durch militärische Stützpunkte, die weltweit einsatz­baren Schiffe der Marine sowie mit Hilfe der Überwachung durch Großdrohnen gesichert und aufrecht erhalten werden. Militärische Anlagen können planmäßig miteinander vernetzt werden, um die Durchsetzung eigene Macht- und Wirt­schaftsinteressen effizienter umzusetzen.  Dadurch kann der Raub an den menschlichen Ressourcen wie Arbeitskraft und Bildung aber auch der Raub an Rohstoffen und Gütern beibehalten und ausgebaut werden.  Diese Kriege niedri­ger Intensität können nicht zeitlich begrenzt werden. Die NATO-Kriege ge­gen Afghanistan und Irak hören nicht auf, sie können nicht durch die übermächtige militärische Gewalt der NATO beendet werden. Diese Kriege hören nicht mehr auf. Sie weiten sich auf ganze Regionen aus. Zunächst wurde Saddam Hussein im Irak besei­tigt, jetzt gibt es Krieg im gesamten arabischen Raum, in Jemen, Libyen, Syrien. Keines dieser Länder hatte auch nur versucht, ein NATO-Land anzugrei­fen.

Die zivile Infrastruktur in den ausgebeuteten Ländern, die Subsistenzwirtschaft und Selbstversorgung der Bauern und die autonomen wirtschaftlichen Strukturen werden vernichtet und es entstehen neue Abhängigkeiten. Investitionen in die Infrastruktur haben nur das Ziel die Gewinnerwartung zu fördern In den Ländern, in denen die NATO Krieg führt,  wird die Bevölkerung durch die Ausbeutung in permanente existentielle Nöte gezwungen und kämpft um das tägliche Überleben. So bleiben Haß, Verzweiflung und Not und strukturelle Gewaltstrukturen mit alltäglicher Gewalt, sowie Zerstörung und Selbstzerstörung.

Wie werden die Kriege der Bundeswehr gerechtfertigt?

Oft wird den Menschen in den Ländern, in denen die NATO Krieg führt, Unfä­higkeit unterstellt, Demokratie und Menschenrechte zu erlangen.  Aus Sendungs­bewußtsein heraus entsteht der Hang, militärisch zu intervenieren.  Denn die an­geblich höher entwickelten westlichen Staaten nehmen angeblich Verantwortung wahr und sehen sich als Ordnung schaffende Instanzen.  Kriege werden als „hu­manitäre Interventionen“ zur Durchsetzung von Demokratie und Men-schenrechten nach ihrer eigenen Definition geführt. Kriege werden als Unterstüt­zung und zum Schutz verfolgter Minderheiten, zur Stabilisierung und zur Ermög­lichung von humanitären Hilfsmaßnahmen dargestellt. So können Angriffskriege der Bundeswehr und anderer Armeen, die durch UN-Charta verboten sind, gerechtfertigt und von der Bevölkerung akzeptiert werden.

Die Kriege der NATO sind Neo-Koloniale Kriege

Die Kriege der NATO unterscheiden sich von den historischen Kolonialkriegen nur durch wenige Merkmale. Die Kriegsziele sind dieselben wie in den histori-schen Kolonialkriegen: Ausbeutung von Mensch, Natur und Rohstoffen dieser Ländern, in den Verteidigungspolitischen Richtlinien des Bundesverteidigungs­ministeriums VPR festgelegt als „freier Zugang“ Gemeinsamkeit aller Länder, die Opfer der NATO-Kriegführung wurden, ist, daß sich deren Regierung zuvor gegen Ausbeutung durch NATO-Länder, Welthandelsorganisation (WTO) und Weltbank abgegrenzt hatten. Die jeweiligen Regierenden wollten den Reich­tum ihrer Länder lieber selber ausbeuten und sich daran bereichern. Getragen von so­zialistischer oder islamischer Ideologie ließen sie aber die Bevölkerung mehr oder weniger am erworbenen Reichtum teilhaben, nur die internationa­len Konzerne profitierten davon weniger als zuvor. Die Regierungen, die nach den NATO-Inva­sionen installiert wurden, liefern die Reichtümer den internationalen Konzernen aus. Für die Bevölkerung blieb danach so wenig übrig daß sie jetzt massenhaft ihr Land verlassen und nach Europa flüchten.

Neokoloniale Kriege zwingen Menschen zur Flucht

Massenhaft fliehen Menschen vor den neokolonialen Kriegen, aus Hunger und Perspektivlosigkeit. Die meisten Menschen aus den ausgebeuteten Gebieten der Erde fliehen in Nachbarregionen, einige schaffen es heute aber bis Europa. Wir haben die Flüchtlinge aus den arabischen Ländern bekommen, dafür den Ölpreis für Benzin, Diesel und Heizöl um ein Viertel gesenkt. Jeder durchschnitt­liche Autofahrer spart dadurch etwa 200 Euro im Jahr, die großen ölverbrauchen­den Chemiekonzerne sparen hingegen viele Millionen.

Militärischer Gewalt erzeugt Terrorismus

Es gibt aber auch Menschen in den Kriegsgebieten, die durch den militärischen Druck, den die westlichen Staaten oder die von ihnen eingesetzten Herrscher auf­bauen, so in die Enge getrieben werden, dass sie einen Ausweg nur noch in einer bewaffneten Rebellion sehen. – Nach unserer Auffassung ist das genauso ein Irr­weg wie die Kriege von EU und NATO. Niemand sollte sich aber wundern, wenn die Rebellen den Krieg mit Anschlägen zu den Angreifern, etwa nach Europa zurück tragen.

Wenn wir in Jagel als einem Ausgangspunkt für neokoloniale Kriege prote­stieren, wenden wir uns gleichzeitig gegen wesentliche Fluchtursachen.

Bewaffnete Drohnen sind mehr als eine technische Weiterentwicklung, sie bedeu­ten einen „Quantensprung“ in der Waffen­entwicklung. Ein neuer sehr gefährlicher und teurer Rüstungswettlauf hat damit begonnen

Kampfdrohnen ächten

Kampfdrohnen, wie sie von Soldat*innen aus Jagel bedient werden sollen, müssen geächtet werden, so wie das bereits mit biologischen und chemi-schen Waffen so­wie bei Landminen gelungen ist. Roboter im militärischen Bereich entscheiden nicht nach humanitären moralischen Kriterien. Einzige Lösung ist ein allgemeines und vollständiges Verbot eines jeden autono­men bewaffneten Systems.

In Jagel finden auch weiterhin regelmäßige Protestdemonstrationen, Mahnwachen, Kundgebungen vor dem Fliegerhorst statt. Termine und Informationen dazu werden bekanntgegeben, immer jeweils aktuell auf der http://www.bundeswehrabschaffen.de

Die erweiterte Neuauflage der Broschüre „Geheime Kriege – Aufrüstung der Bundeswehr mit Cyberkrieg, Drohnen und Elektronischer Kampfführung“ kann bestellt werden bei:

flensburg(at)bundeswehrabschaffen.de

 

 





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Zuletzt geändert: 16.04.2016