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Aktuelles und Aktionen zum Pazifismus und Bundeswehr abschaffen

[resist-FREIeHEIDe] Sommeraktionstage FREIe HEIDe mit Lebenslaute


 Aufruf zu den Sommeraktionstagen FREIe HEIDe
 21.7. - 26.7. 2004


 Die Bundeswehr entwickelt sich im Rahmen der NATO und der EU immer mehr in
 Richtung einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee. Dieser
 offensichtliche Verfassungsbruch wird nur unzureichend durch die üblichen
 Formulierungen wie "Sicherung deutscher Interessen", "Präventiveinsätze"
und "Kampf gegen den Terror" verschleiert.
 Besonders die Beschaffungsvorhaben bis 2012, die insgesamt rund 40 Mrd. ?
 allein für die Luftwaffe umfassen, sollen der Bundeswehr Eingreifkräfte
 garantieren, die innerhalb der NATO und der EU in der Luftkriegsführung
 konkurrenzfähig sind. Das Personal wird zahlenmäßig reduziert, aber in der
 Qualität wird kräftig aufgerüstet. So sollen in den nächsten Jahren weitere
 Eurofighter, Marschflugkörper, lasergelenkte Spreng- und
 Penetrations-Bomben angeschafft und ein taktisches Luftabwehrsystem für kurze Entfernungen
 entwickelt werden. Der Gebrauch dieser Waffen muss vor dem Kriegsfall geübt
 werden.
 Für die kriegsrelevanten Übungen aus großer Höhe will die Bundeswehr den
 ehemaligen sowjetischen Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Wittstock-Ruppiner
 Heide nutzen, der mit rund 7 mal 20 km der größte seiner Art in Europa ist.

 Die Bundeswehr will nach ihrem offiziellen Nutzungskonzept, dort nur in
 geringem Ausmaß Tiefflüge, die meisten Einsätze jedoch aus Höhen bis 4000
 Meter durchführen. Natürlich werden auch die NATO-Verbündeten dort üben -
 inklusive der A10, die Uranmunition verschießen kann.

 Der Stand der Auseinandersetzung
 Seit 12 Jahren gelingt es der BI FREIe HEIDe, den Anliegergemeinden und
 ihren vielen MitstreiterInnen die militärische Nutzung dieses zentralen
 Projekts der neuen Bundeswehr unter Ausnutzung der föderalen Struktur und
 der Möglichkeiten der Rechtswege zu verhindern. Die Widmung des Geländes
als Truppenübungsplatz durch das Bundesverwaltungsgericht im Dezember 2000
 deutete aber bereits an, dass eine echte Gewaltenteilung nicht existiert und
 langfristig die Bundeswehr sich formaljuristisch durchsetzen können wird.
 Die politische Auseinandersetzung um das Bombodrom steht noch bevor. Was
 kommt nach der Landtagswahl? Werden wir es akzeptieren, wenn die
 Bundespolitik das diktatorische Unrecht Stalins zum "berechtigten
 bundesdeutschen Interesse umdefiniert? Werden wir uns der Rhetorik
beugen, es gäbe keine Alternative zur militärischen Interventionspolitik? Wie viel
 ist uns die Gerechtigkeit wert? Was wird unsere Antwort sein? Diesen Fragen
 wollen wir im Rahmen der Sommeraktionstage theoretisch und praktisch
 nachgehen. In diesem Jahr werden die Sommeraktionstage gemeinsam mit den
 MusikerInnen von "Lebenslaute durchgeführt.

 Lebenslaute
 Unter dem Namen "Lebenslaute" finden sich seit 1986 engagierte Musikerinnen
 und Musiker (Laien und Profis) aus ganz Deutschland zusammen, die klassische und auch andere
Musik gerade an Orten zum Klingen bringen, wo dies nicht erwartet wird; vor den Toren von
 Atomfabriken, Raketen und Giftgasdepots, Rüstungsexportfirmen und Abschiebeflughäfen. 
Als Menschen verschiedenen Alters, mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Berufen 
leisten wir gemeinsam musikalischen Widerstand gegen die Bedrohung
 von Leben und Menschenrechten durch Militarismus, Umweltzerstörung,
 Rassismus und Unmenschlichkeit.

 Wir finden uns zu jeder Aktion neu zusammen, arbeiten basisdemokratisch
und gewaltfrei. Ziviler Ungehorsam gehört als ein Teil zu den meisten 
unserer Aktionen, wobei immer jede Teilnehmerin und jeder
 Teilnehmer selbst entscheidet, ob und wie weit er oder sie an einem
 begrenzten Gesetzesübertritt teilnimmt.

 Am 25. Juli wollen wir das militärische Gelände in einen öffentlichen
 Konzertraum verwandeln. Es wird
 zunächst ein (kürzeres) klassisches Programm geben und anschließend einen
 Teil mit "unterhaltender" und auch tanzbarer Musik.
 Wir bitten dafür um musikalische Unterstützung: wir laden Einzelne -
 InstrumentalistInnen und
 SängerInnen - und auch ganze Musik-Ensembles herzlich zur Teilnahme ein!

 Programm:
 Mi. 21.7. Anreise, Aufbau,
 18.00 Auftaktplenum
 20.30 Treffen mit Aktivisten aus der Region ,,12 Jahre Widerstand gegen das
 Bombodrom''

 Do. 22.7. 10.00 Exkursion in die Heide
 15.00 Seminar zu Rechtsfragen bei Aktionen
 17.00 Training in gewaltfreier Aktion
 21.00 Historische Videoaufnahmen zur FREIen HEIDe und Vieques

 Fr. 23.7. 10.00 Start zur Radtour ,,Rund ums Bombodrom''
 17.00 Ausstellungseröffnung ,,Bomben sind nie human'' (vom

Antikriegsmuseum

 Berlin, in der Klosterkirche Neuruppin)
 20.00 Uhr ,,Bombenabwurfplätze und Krieg''

 Sa. 24.7. Aktionstag
 unter anderem mit einem Workshop des Barnimer Aktionsbündnisses gegen
 Gentechnik.
 15.00 Widerstand gegen Bombenabwurfplätze - Vieques - mit Vorbereitung
einer Rundreise einer VertreterIn durch die BRD im November

 So. 25.7. 14.00 Konzertaktion mit "Lebenslaute"
 Mo 26.7. 10.00 Abschlussplenum, Perspektiven zur Kampagne ,,200 Gruppen in
 die FREIe HEIDe"


 Organisatorische Hinweise:
 Fahrräder sind in der Gegend von großem Vorteil. Musikinstrumente und
 Material für Aktionen werden immer gebraucht.
 Die Selbstkosten für die Gemeinschaftsverpflegung (Kochkollektiv) und
 Zeltplatznutzung betragen 7-15 ? pro Tag. Für Kinderbetreuung wird gesorgt.

 Anreise:
 Autobahn A24 bis Wittstock, dann L15 bis Schweinrich; Regionalexpress RE06
 bis Wittstock (oder Rheinsberg, jeweils weiter mit Fahrrad)

 Anmeldung, Anfragen bitte an:
 Eckhard Häßler
 Evangelisch Offenes Jugendzentrum
 Rudolf-Breitscheid-Str. 38
 Neuruppin 16816
 Tel: 03391/3256
 e-Mail: kontakt@freieheide-nb.de
 www.freieheide-nb.de

 Spenden
 Eckhard Häßler
 Stichwort: Sommeraktionstage
 Kto.-Nr.: 173 160 2006
 Berliner Volksbank Neuruppin
 BLZ: 100 900 00


 FREIe HEIDe Gruppe Neuruppin-Berlin

 _______________________________________________
 resist-FREIeHEIDe Mailingliste
 JPBerlin - Mailbox und Politischer Provider
 resist-FREIeHEIDe@ilpostino.jpberlin.de
 http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/resist-freieheide

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Zuletzt geändert: 09.07.2006