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EUNAVFOR MED

Schaubild: GPS-Spoofing

EloKa + EUNAVFOR MED = heimtückischer Mord

 

Hinter dem Kürzel EUNAVFOR MED verbirgt sich die neueste Sauerei, an der die Bundeswehr beteiligt ist. Öffentlichkeitswirksam stellt sich die Bundesmarine dar, daß sie im Mittelmeer Flüchtlinge aus Seenot rettet. Heimlich macht sie dann das Gegenteil: Flüchtlingsschiffe versenken!

Wozu sonst werden bewaffnete Marineschiffe ins Mittelmeer geschickt?

Zur Seenotrettung braucht man doch keine Kriegswaffen!

Derzeit gibt es 31 Kriege weltweit. An einigen davon ist die deutsche Marine aktiv beteiligt. Für viele Menschen sind diese Kriege Fluchtursache. Die deutsche Marine gibt vor, Flüchtlinge zu retten, wenn sie bei der Flucht über das Mittelmeer zu Schaden kommen. Selbst wenn es im Einzelfall einmal vorkommt, so kann damit Kriegsvorbereitung und Kriegsbeteiligung nicht gerechtfertigt oder verharmlost werden. Der Auftrag der Bundeswehr besteht im Führen von Krieg, jetzt mit EUNAVFOR MED auch Krieg gegen unbewaffnete Schiffe der Flüchtlinge und ihrer Schlepper. Zur Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen sind Kriegsschiffe und Soldaten völlig ungeeignet. Wenn Marinesoldaten gerne Menschen aus Seenot retten wollen, können sie ihren Kriegsdienst quittieren und künftig für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger DGzRS. arbeiten.

 

Migration wird in den Verteidigungspolitischen Richtlinien als Bedrohung definiert und deren Bekämpfung zur Aufgabe der Bundeswehr gemacht:

Risiken und Bedrohungen entstehen heute vor allem aus zerfallenden und zerfallenen Staaten, aus dem Wirken des internationalen Terrorismus, terroristischen und diktatorischen Regimen, Umbrüchen bei deren Zerfall, kriminellen Netzwerken, aus Klima- und Umweltkatastrophen, Migrationsentwicklungen,

Die größten Herausforderungen liegen heute weniger in der Stärke anderer Staaten, als in deren Schwäche. Durch zerfallende und zerfallene Staaten entstehen Bedrohungen wie Bürgerkrieg, Destabilisierung von Regionen, humanitäre Krisen und damit verbundene Phänomene wie Radikalisierung und Migrationsbewegungen.

(zitiert aus: Verteidigungspolitische Richtlinien 2011)

Gemäß Wikileaks-Enthüllungen über Pläne der EU, den Flüchtlingsstrom aus Nordafrika militärisch einzudämmen, will die Bundesmarine mit EUNAVFOR MED vermeintliche Schiffe und Boote der Schlepper, Hafenanlagen, Benzinlager und andere Strukturen auf libyschem Boden, die für Flüchtlingstransporte genutzt werden könnten, durch Luftangriffe, Beschuß von See aus und Spezialkommandos zerstören. Eine rechtliche Grundlage, etwa ein UN-Mandat gibt es dafür nicht.

„Der Beginn von EUNAVFOR MED zeigt: Die Militarisierung der europäischen Flüchtlingspolitik ist beschlossene Sache. Die EU will Schlepperboote mit militärischen Mitteln zerstören, auch in libyschen Gewässern und nordafrikanischen Häfen. Es werden sich nicht weniger Flüchtende aus Syrien oder Eritrea auf den Weg machen, nur weil Europa auf kollektives Schiffeversenken setzt.“ (zitiert aus der Presseerklärung von Barbara Lochbihler außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Grünen/EFAFraktion im Europäischen Parlament)

Erklärtes Ziel des Einsatzes ist es, Flüchtlingsschiffe zu zerstören, am besten noch in libyschen Gewässern, und Flüchtlingsschiffe umzuleiten. Wie soll man sich das vorstellen? Das Szenario, daß ein schwerbewaffneter Marinesoldat an Bord eines Flüchtlingsschiffes abgesetzt wird und den Steuermann eine Pistole an den Kopf hält, um ihn zu zwingen, eine Kursänderung vorzunehmen, erscheint doch naiv.

Nun sind Schiffe der EloKa am Mittelmeereínsatz der Bundeswehr beteiligt. Weshalb nun ausgerechnet auch die EloKa-Schiffe bei einem Einsatz sind, der angeblich der Seenotrettung von Flüchtlingen dienen soll, diese Frage liegt doch nahe. Geheimdienstliche und Störelektronik ist für Seenotrettung denkbar überflüssig.

Zu doof zum Navigieren?

Weshalb afrikanische Flüchtlinge in Seenot geraten

Daß Flüchtlingsschiffe Lampedusa und Malta verfehlt haben und dann irgendwo bei Sizilien angeschwemmt wurden hat es schon gegeben, weshalb sie denn außer Sichtweite der Inseln zwischen durch fuhren, bleibt unverständlich. Jedenfalls liegt es nicht daran, daß Afrikaner zu doof zum Navigieren wären, wie es unsere rassistische Berichterstattung suggeriert. Daß die Fluchthelfer zu geizig wären, die Flüchtlingsschiffe mit Navigationselektronik auszustatten, wäre auch nicht stimmig. Bei den Kosten eines Schiffes für den Einweggebrauch, das Schiff würde nach erfolgter Überfahrt so oder so beschlagnahmt und vernichtet, fallen die zusätzlichen Kosten für so einen Navigationsrechner nun wirklich nicht ins Gewicht.

GPS-Jamming

Das EloKa-Schiff hat einen Störsender an Bord, der Signale auf 1575,42 MHz sendet, die die schwächeren Signale der GPS-Satelliten übertönen.

Hier weiß der Flüchtling, daß er keine sichere Position hat, und hat dann immerhin noch die Möglichkeit, mit Nordsternbreite und Chronometerlänge die Schiffsposition annähernd zu bestimmen. Heute ausgebildete deutsche Schiffsoffiziere lernen im Fach Nautik nicht mehr zwingend den Umgang mit dem Sextanten und verlassen sich für Positionsbestimmungen auch nur noch auf ihre GPS-Empfänger.

GPS-Spoofing

Das EloKa-Schiff hat einen Störsender an Bord, der die Signale der GPS-Satelliten imitiert und verfälscht, dadurch den Flüchtling im Glauben läßt, er hätte eine sichere GPS-Positionsbestimmung. Nur ist diese Position falsch und die daraus abgeleitete Kursänderung führt in den Tod. Der Irrtum wird auch nicht bemerkt, denn für eine astronomische Überprüfung der mit dem GPS-Navigationsrechner bestimmten Position wird kein Anlaß gesehen.

Ein mögliches Szenario ist in der Grafik dargestellt:

Das Flüchtlingsschiff fährt auf der schwarzen Linie, dem richtigen Kurs, auf direktem Weg von Libyen nach Lampedusa. Bei der Position, die mit dem rotem Punkt gekennzeichnet ist, erhält es ein verfälschtes GPS-Signal, das eine neue Standlinie erzeugt. Daraus errechnet der GPS-Empfänger die Position, die mit dem gelben Punkt gekennzeichnet ist. Um von dem gelben Punkt nach Lampedusa zu kommen, müßte eine Kursänderung vorgenommen werden, etwas östlicher, die gelbe Linie. Der Steuermann, der glaubt, mit diesem neuen Kurs genau nach Lampedusa zu kommen, führt diese Kursänderung aber von der Position aus, die mit dem rotem Punkt gekennzeichnet ist, durch. Er fährt dadurch außer Sichtweite östlich von Lampedusa vorbei, wird auch Malta nicht in Sicht bekommen und auf dem Weg nach Sizilien geht ihm Treibstoff und Proviant aus.

So können die EloKa-Schiffe mit GPS-Spoofing ein Flüchtlingsschiff in die Irre umleiten.

Man könnte übrigens seine GPS-Antenne nach horizontal abschirmen, denn die echten Satellitensignale kommen von schräg oben und die von den EloKa-Schiffen nur von wenige Meter über dem Horizont. Horizontale elektromagnetische Wellen auf den GPS-Frequenzen sind fast immer Spoofer, es sei denn, ein GPS-Satellit geht gerade eben über dem Horizont auf, was nachzuvollziehen wäre.

Die Schiffe der EloKa, Alster A50, Oker A51 und Oste A53, sind dem EloKa-Bataillon 912 Nienburg Weser zugeordnet, fahren aber in Deutschland die Häfen in Kiel oder Eckenförde an und nicht die Weser stromaufwärts.

Die PLATH GmbH ist ein international tätiges mittelständisches deutsches Unternehmen mit Sitz in Hamburg, das sich auf den Bereich der militärischen Funküberwachung und der Funkortung spezialisiert hat. Diese Firma hält seit 1996 das Patent zum GPS-Spoofing. Einer der Geschäftsführer der C. Plath GmbH war ein Herr Pfaff, der das Unternehmen von 1989 bis 1997 leitete und  zusammen mit Oberst a.D. Grabau einige der grundlegenden literarischen Werke der Funkaufklärung verfasst hatte.  Diese werden noch heute als Standardwerk bei der Ausbildung der EloKa der deutschen Bundeswehr genutzt.

„Unter weiteren technischen Innovationen, mit denen die PLATH GmbH aufwarten konnte“, wird unter anderem genannt: „das Verfahren zur Täuschung der Satellitennavigation (GPS-Spoofing)“. Das liest sich so, als sei die Firma noch stolz darauf, den gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr technisch möglich gemacht zu haben.

Das GPS-Signale vom Militär verfälscht werden, kommt öfter vor und wird auch offen zugegeben. Im bayerischen Verkehrsfunk wurden Autofahrer darauf hingewiesen, daß ihre Navigationsrechner für die Dauer einer Militärübung nicht verläßlich sind. Firmen, die mit GPS-Technik Trassen für neue Intercityexpreß-Bahnstrecken oder für die für die „Energiewende“ benötigten neuen Hochspannungsoberleitungen vermessen, bekamen die Zeiten der GPS-Signalfälschungen mitgeteilt mit den Hinweis, daß sie in dieser Zeit besser keine Meßergebnisse aufnehmen. Die Steuerleute der Flüchtlingsschiffe erhalten einen solchen Hinweis natürlich nicht.

Leider habe ich nicht lang genug Urlaub, um im Mittelmeer zu segeln, ich hätte sonst schon Lust, dort mit einem GPS-Empfangsgerät den Äther zu scannen, um die heimtückischen Mörder an Ort und Stelle zu überführen.

Schaubild: GPS-Spoofing

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Zuletzt geändert: 12.01.2016