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Initiative Bundeswehr abschaffen | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Uranmunition
Impressum: Herausgeber:
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
Postfach 1426, 24904 Flensburg Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de Redaktion:
Dr. med. Ralf Cüppers
(verantwortlich i. S. d. P.)
3. erweiterte Auflage, Flensburg, Dezember 2002 Internetadresse:
http://www.bundeswehrabschaffen.de
http://www.uranminution.de Wir bitten um Spenden für die Entwicklung, Herstellung und Verbreitung von Informationsmaterial zu „Bundeswehr abschaffen!“ Spendenkonto : 449755-204,
Postbank Hamburg, BLZ 20010020 Mit der Veröffentlichung dieser Broschüre (Erstauflage März 2000) wollten wir das Wissen über die Folgen von Uranmunition einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Die verantwortlichen Politiker sollen veranlasst werden, auf die Herstellung. Lagerung und Anwendung von Uranmunition zu verzichten und die Altbestände zu vernichten. Es gab insbesondere zu Beginn des Jahres 2001[1] ausführliche Informationen und Diskussionen in der Tages- und Wochenpresse, Radio und Fernsehen,. Auf diese Berichterstattung hat die Militär- und Atomlobby mit gezielter Desinformation und Verharmlosung reagiert. In dieser erweiterten Neuauflage mußten wir ein weiteres Kapitel über den Einsatz von Uranmunition im NATO-Krieg gegen Afghanistan einfügen und angesichts eines weiteren Angriffes auf den Irak ist zu befürchten, daß das letzte Kapitel noch nicht geschrieben ist. Nach der Veröffentlichung der ersten beiden Auflagen haben noch andere am Thema interessierte Menschen mit zusätzlichen Informationen und ihrer Sichtweise dazu beigetragen, diese Broschüre zu verbessern. Stellvertretend sei genannt Erich Schempp, der schon vor fast 20 Jahren als Soldat der Bundeswehr mit Uranmunition in Berührung kam. Naturwissenschaftliche Grundlagen Woraus
bestehen Urangeschosse? Abgereichertes
Uran 238 ist das Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Brennelementen
für Atomkraftwerke übrig bleibt.
(siehe aber auch Seite 28) Um in einem Atomkraftwerk Energie zu erzeugen, werden atomare Brennelemente benötigt, die aus spaltbarem Uran 235 bestehen. Bei der Kernspaltungsreaktion des Uran 235, die durch ein Neutron ausgelöst wird, ergibt sich beispielsweise: · ein Atom Barium 139 + ein Atom Krypton 94 + drei Neutronen oder · ein Atom Cäsium 140 + ein Atom Rubidium 93+ drei Neutronen oder · ein Atom Xenon 144 + ein Atom Strontium 90 + zwei Neutronen, jeweils unter Abgabe von großer Energiemenge: 1 kg Uran 235 ergibt eine theoretische Ausbeute von etwa 20.000 Megawattstunden, das ist etwa der Jahresbedarf für 6000 Haushalte. Da im Ergebnis einer Kernspaltungsreaktion jeweils zwei oder drei weitere Neutronen frei werden, können diese eine Kettenreaktion auslösen, wenn sie auf weitere Uran 235-Kerne treffen. Natürliches Uran enthält nur zu 0,7% spaltbares Uran 235, jedoch 99,3% nicht spaltbares Uran 238. Auf ein Atom Uran 235 kommen 140 Atome Uran 238. Dies hat für die Atomenergieerzeugung den Nachteil, daß dieses nicht spaltbare Uran 238 ebenfalls Neutronen anlagert: Uran 238 wird zu Uran 239 und zerfällt dann sofort unter Abgabe von b-Strahlung zu instabilen Neptunium 239, woraus dann wiederum unter Abgabe von b-Strahlung stabiles Plutonium entsteht. Somit hat man zwar Plutonium gewonnen, die atomare Energieproduktion ist jedoch zum Stillstand gekommen. Eine atomare Kettenreaktion ist nur dann möglich, wenn der Anteil des spaltbaren Uran 235 von 0,7% auf mindestens 3,2% erhöht wurde. Dann werden durch die Spaltung von Uran 235 mehr Neutronen frei als durch Uran 238 verbraucht werden. Für eine kontrollierte Kettenreaktion im Atomkraftwerk will man im Idealfall genau ein freies Neutron pro gespaltenem Urankern behalten. Man wird also für atomare Brennelemente das Uran 235 deutlich über 3,2% anreichern und die überzähligen Neutronen durch eine regelbare Vorrichtung aus neutronenabsorbierenden Schwermetallstäben (aus Cadmium oder Blei) abfangen. Hochangereichertes Uran kann bis zu 20% Uran 235 enthalten. Für einen 1.300 Megawatt Atomreaktor werden jährlich etwa 30 Tonnen angereicherter Uranbrennstoff gebraucht. Um diesen zu erzeugen, werden etwa 240 Tonnen natürliches Uran gebraucht. Da Uran 238 schwerer ist als Uran 235, wird es als Uranhexafluorid in gasförmigem Zustand mit einem aufwendigen Zentrifugenverfahren getrennt. Das Uran 235 wird dabei nicht vollständig herauszentrifugiert. Abgereichertes Uran enthält eine geringe Menge spaltbares Uran 235 und ist 40 % weniger radioaktiv als natürliches Uran. Je nach Anreicherungsgrad fallen auf eine Tonne atomarer Brennelemente eine vielfache Menge von abgereichertem Uran ab, am Beispiel des 1.300 Megawatt Atomreaktors sind das in einem Jahr 210 Tonnen. Für die Atomindustrie ist es Abfall und ein teures Entsorgungsproblem. Abgereichertes Uran muß als schwachradioaktiver Sondermüll gelagert werden. Wenn nun die Rüstungsindustrie aus dem abgereicherten Uran Munition herstellt, entsteht doppelter Profit. Abgereichertes Uran ist keinesfalls harmloser als das natürlich vorkommende Uran. Das abgereicherte Uran besteht aus 99,8% U 238 und 0,2% U 235, das natürlich vorkommende Uran besteht aus 99,3% U 238 und 0,7% U 235. Für U 238 beträgt die spezifische Aktivität 12450 Bq/g und für U 235 80010 Bq/g. Somit kann der Leser leicht nachrechnen: Die Radioaktivität des abgereicherten Urans beträgt demnach 97,4% der gleichen Menge des natürlichen Urans. Somit würde die Aktivität des auf 0,2 % abgereicherten Natururans aufgrund der Gammastrahlung aller in den Zerfallsreihen vorkommenden Nuklide eine Aktivität besitzen, die nur unwesentlich geringer ist als die des natürlichen Urans und unwesentlich höher ist als die des reinen U 238. Wirkung
der Munition aus abgereichertem Uran Uran ist eines der Elemente mit dem höchsten spezifischen Gewicht bzw. der höchsten Dichte. Wasser hat definitionsgemäß die Dichte 1, Eisen oder Stahl um 7,9. Blei liegt bei 11,3 und Uran über 19,3 g/cm³. Somit ist es zweieinhalbmal schwerer als Eisen und immerhin noch 1,7 mal schwerer als Blei. Nur die Edelmetalle Gold (19,3 g/cm³) und Platin (21,5 g/cm³) sowie die seltenen Metalle Wolfram (19,3 g/cm³), Rhenium (20,5 g/cm³) Osmium und Iridium (je 22,6 g/cm³) und die radioaktiven Transurane Neptunium (20,5 g/cm³) und Plutonium (19,7 g/cm³) sind vergleichbar schwer. Das auf der Titelseite abgebildete, fingergroße Geschoß hatte eine Masse von 257 Gramm.
Je höher die Masse eines Geschosses, um so höher ist bei gleicher Geschwindigkeit die Energie, also die Durchschlagskraft. Für Munition wird traditionell Blei verwendet. Der Müll der Atomindustrie liefert ein Geschoß, das mindestens 1,7 mal schwerer ist als Blei. Urangeschosse erreichen eine Geschwindigkeit von 1000 m/sek = 3600 km/h. Das 275 g schwere Geschoß der 30mm Kanone enthält dann die Bewegungsenergie (½mv²) eines Kraftfahrzeuges von 700 kg bei etwa 72 km/h und die Bewegungsenergie vor dem Aufprall ist die gleiche, nur daß es keine Knautschzone gibt und sich die Durchschlagskraft auf eine Fläche von unter 1 cm² konzentriert.
Dem Göttinger Chemie-Professors Rolf Bertram zufolge ist abgereichertes Uran »viel gefährlicher« als bislang angenommen. Zwar werde beim Uran 238 in fester Form der größte Teil der radioaktiven Strahlung durch die äußeren Schichten abgeschirmt, durch einen Aufprall verwandele sich das Metall jedoch zu rund 75 Prozent in Feinstaub. »Dabei steigt die Radioaktivität um den Faktor eine bis zehn Millionen an«, sagte Bertram. Wenn ein Urangeschoß einen menschlichen Körper durchschlägt, ist die Eintrittsstelle klein. Durch die Hitzeentwicklung dehnt es sich dann aus und hinterläßt beim Austritt ein großes Loch. Das Militär nennt dies eine Wunde vom Explosionstyp. Geschosse aus abgereichertem Uran haben eine andere Wirkung als die Uranbombe, wie sie in Hiroshima eingesetzt wurde. Deren Zerstörungskraft beruhte auf der atomaren Kettenreaktion des angereicherten Urans. Die beabsichtigte Wirkung der Urangeschosse ist die mechanische, panzerbrechende Wirkung durch Druck- und Hitzewellen. Für Rüstungsarbeiter und Soldaten, die diese Munition herstellen und einsetzen, ist die schwachradioaktive Strahlung dennoch gesundheitsschädlich. Gesundheitsschäden durch abgereichertes Uran Erkranken
können alle Lebewesen - nicht nur Menschen, - die mit der Uranmunition und
dem Uranoxidstaub in Berührung kommen: Rüstungsarbeiter bei der Produktion
der Munition, Soldaten beim Transportieren, dem Lagern und beim Verschießen
der Munition, alle Lebewesen im Einsatzgebiet und alle Lebewesen, die
Nahrungsmittel aus dem Einsatzgebiet konsumieren, weil das Uran auch über die
Nahrungskette in die Körper gelangt. Uranoxidteilchen von 2,5 µm Größe kann niemand sehen, riechen oder schmecken. Wenn mit der Nahrung Uranpartikel aufgenommen werden, können nur 0,2% durch den Darm in den Körper gelangen, der Rest wird mit den Exkrementen ausgeschieden. Hauptsächlich werden Uranoxidteilchen eingeatmet, gelangen in das Lungengewebe und dadurch in das Blut. Sie sind in den Körperflüssigkeiten nur sehr schwer löslich. Sie werden überwiegend im Skelett eingelagert, das als Langzeitdepot dient[2]. Die „biologische „Halbwertzeit“ ist die Zeit, in der die Hälfte des aufgenommenen Urans wieder ausgeschieden ist. Sie ist auf jeden Fall länger als ein Jahr. Bei amerikanischen Golfkriegsveteranen wurden noch nach acht Jahren die Vergiftungen mit abgereichertem Uran nachgewiesen. Die atomare Halbwertszeit ist ein vielfaches länger: Uran 238 ist ein a-Strahler, ebenso seine Zerfallsprodukte Thorium, Radium, Radon und Polonium. Nach 14 Zwischenschritten steht am Ende der radioaktiven Zerfallsreihe das nicht radioaktive Blei 206. a-Strahlen haben nur ganz geringe Reichweite. Sie haben jedoch eine zwanzigfach höhere biologische schädliche Wirkung als eine gleiche absorbierte Dosis b- oder g-Strahlen. Für Arbeiter in Atomanlagen ist die maximale Arbeitsplatzkonzentration auf 0,25 mg/m³ für schwerlösliches Uranoxid und auf 0,05 mg/m³ für wasserlösliche Uransalze festgelegt. das bedeutet nicht, daß diese geringen Mengen unschädlich sind, jedoch dieses Gesundheitsrisiko wird akzeptiert. Wissenschaftler fanden heraus, daß in einem Zeitraum von 30 Tagen die Aufnahme von 0,14 mg Uran je kg Körpergewicht und Tag zum Tode führt, 0,0085 mg/kgKG/Tag zu genetischen Schäden, d.h. Mißbildungen und Totgeburten, und 0,0032 mg/kgKG/Tag zu nachweisbaren Nierenschäden führt. Zu unterscheiden ist die chemische Giftigkeit (Schwermetallvergiftung) und die Giftigkeit durch radioaktive Strahlung: Wenn man annimmt, daß ein Mensch sich in 1 m Abstand neben 1 kg abgereicherten Urans befindet, wird er mit einer Äquivalentdosis von etwa 2 mSv/Jahr belastet. Dies liegt in der Größenordnung „natürlicher“ Hintergrundstrahlung. Da diese 2 mSv jedoch eine zusätzliche Belastung darstellen, werden hier auch zusätzliche Gesundheitsschäden entstehen. Gibt es durch diese zusätzliche Belastung eine Verdoppelung der Radioaktivität insgesamt, können wir annehmen, daß sich die Gesamtzahl der Krebserkrankungen ebenfalls verdoppelt. Wenn jemand jedoch 1 g des Uranaerosols eingeatmet hat, wird die Lunge mit etwa 260 mSv belastet. Die Aufnahme von mehr 10 mg Uran in den Körper würde schon zu einer Schwermetallvergiftung führen. Demnach liegt die chemische Toxizität des U 238 erheblich über der Radiotoxizität. 1. Gesundheitliche Schäden durch
Schwermetallvergiftung Bekannt sind Schwermetallvergiftungen durch bleihaltige Wasserleitungen oder durch Cadmium als Umweltgift im Klärschlamm und in Nahrungsmitteln. Uran ist ebenfalls ein Schwermetall mit vergleichbaren chemischen Eigenschaften. Über die Blutbahn gelangt das Uran in die Leber und die Nieren, wo es die Zellen vergiftet. Die akute Gesundheitsschädigung besteht in einer chemischen Vergiftung durch das Schwermetall Uran, ähnlich wie bei einer Cadmium- oder Bleivergiftung, nur reicht schon eine wesentlich geringere Menge dafür aus. Bei fortgesetzt gleichmäßiger Abgabe von geringen Mengen Uran aus dem Knochenspeicher wird die nierenschädigende Wirkung anderer Umweltgifte, denen wir ausgesetzt sind, verstärkt. Die akute Schwermetallvergiftung durch Uran führt zu Funktionsstörungen von Nieren und Leber, bis zum tödlichen Funktionsausfall. Die geschädigte Leber ist nicht in der Lage, die Eiweißsynthese und den notwendigen kolloidosmotischen Druck aufrechtzuerhalten, so tritt das Wasser in den Bauchraum aus. Die geschädigte Niere ist nicht in der Lage, das Wasser auszuscheiden. 2. Gesundheitliche Schäden durch niedrige
Strahlendosis Die chronische Uranvergiftung führt zu einem AIDS-ähnlichem Immundefekt oder zu Krebserkrankungen, insbesondere Leukämie. Auch natürliche Radioaktivität verursacht eine gewisse Anzahl von Krebserkrankungen, denn es gibt keine unschädliche Niedrigstrahlung. Da das Uran in den Knochen eingelagert wird, ist dort der Ausgangspunkt der schwachradioaktiven Strahlung. Das Gewebe, das in Reichweite der a-Strahlen am nächsten liegt, ist das Knochenmark, das Organ, in dem die Blutzellen und die Immunzellen gebildet werden. Wird dieses Immun- und Blutbildungsorgan radioaktiv verstrahlt, kommt es zu einer schweren Form der Blutarmut (aplastische Anämie), zu Krebserkrankungen wie Leukämie oder anderen bösartigen Neubildungen oder zum Immundefekt. Folgen des Immundefektes sind schwerste Verläufe von Masern und Kinderlähmung, Salmonellen- und Wurmerkrankungen, Herpes- und Zosterbildungen. Beim Hautkontakt mit abgereichertem Uran kommt es zu schlecht heilenden Wunden mit schmerzlosen Geschwüren. Sie sind deshalb schmerzlos, weil die schmerzempfindenden und -leitenden Sinnes- und Nervenzellen zerstört worden sind. Schließlich wird durch das abgereicherte Uran eine genetische Schädigung verursacht. Es kommt zu einer Häufung von Fehlgeburten, Totgeburten und Geburten lebensunfähiger Kinder. Von uranvergifteten Eltern wurden Kinder mit folgenden angeborenen Mißbildungen lebend geboren: · Hydrocephalus (Wasserkopf) mit Hirnnervenstörung und Schwachsinn · Phokomelie, einer ausgeprägten Mißbildung der Extremitäten wie nach Contergan · fehlende Knorpelbildung der unteren Extremitäten · Fehlbildung eines Beines mit Greiffunktion einer Hand · Fehlbildung, Zusammenwachsen der Finger und der Zehen · Lippen-Kiefer-Gaumenspalte · Abdominalspalt · Spina bifida, Spaltbildung der Wirbelsäule. Am 6.7.1998 hat das US-amerikanische National Institute of Health eine Arbeit von Miller et al.[3] veröffentlicht, die die erste (von der US-amerikanischen Regierung offiziell zur Kenntnis genommene) sei, die zeigt, daß abgereichertes Uran Krebs erzeugt: eine geringe Menge a-Teilchen reichte aus, um aus Knochenzellen (Osteoblasten) Krebszellen entstehen zu lassen. Epidemiologische Daten aus dem Irak Etwa 320 Tonnen Uranmunition sind im Golfkrieg 1991gegen den Irak eingesetzt worden. Im Juni 2000 wurde in der Medizinerzeitschrift „Lancet“ veröffentlicht, daß die Kindersterblichkeit im Zentral- und Südirak im Zeitraum 1995-1999 mehr als doppelt so hoch war als im Zeitraum 1985 bis 1989. Im kurdischen Nordirak blieb die Kindersterblichkeit etwa konstant. Hauptsächlich im Südirak wurde 1991 während des Zweiten Golfkrieges Uranmunition eingesetzt, nicht jedoch im Norden. 60
Kinder sind im Krankenhaus von Basrah im Jahr 2000 wegen Leukämie behandelt worden.
Bis 1993 waren es „nur“ fünfzehn. Infolge des Boykottes gegen den Irak können
nur ein Fünftel der Leukämiekinder überleben, während in Ländern, in denen
Medikamente ausreichend zur Verfügung stehen, 95% überleben. Insgesamt ist die
Krebsrate bei irakischen Kindern von 4/100000 im Jahr 1990 auf 11/100000 im
Jahr 1999 und damit auf 275% gestiegen. Ein Mädchen bekam Gebärmutterhalskrebs
schon als Sechsjährige. Dr.
med. Zenad Mohammed, der im Krankenhaus von Basrah arbeitet, veröffentlichte,
daß in der südirakischen Region Basrah von etwa 2500 Neugeborenen im Zeitraum
August bis Oktober 1999 10 Kinder ohne Gehirn (Anenzephalus), 8 Kinder mit
Wasserkopf (Hydrocephalus) und 6 Kinder mit Extremitätenmißbildung (Phokomelie)
geboren wurden. Diese Mißbildungen sind sonst weit seltener als 1:10000
Geburten. Dr.
med. Amer geht von einer „Inkubationszeit“ des im Körper eingelagerten
abgereicherten Urans von fünf Jahren aus, da die Anzahl genetischer Schäden
seit dem Golfkrieg weiter ansteigt: Im Jahr 2000 sind in der Region Basrah
insgesamt 221 Kinder mit Mißbildungen geboren. Dr.
med. Tarik Al Hilli hat in seiner Klinik in Bagdad im Zeitraum Januar bis Juni
2000) eine Zunahme der Trisomie 21 (Down-Syndrom) und anderer genetischer Schäden
festgestellt. Die Zahl genetischer Schäden habe sich von 1990 bis 1999
vervierfacht. Dr. med. Mohammed Salman, Augenarzt in Bagdad berichtete über
Anophthalmos Kinder, denen bei der Geburt die Augen fehlten. Im statistischen
Durchschnitt tritt Anophthalmos bei einer auf 50 Millionen Geburten auf.
Trotzdem stieß der Augenarzt innerhalb von zwei Jahren auf neun dieser Mißbildungen,
davon fehlten bei acht Kindern beide Augen, und eines hatte ein groteskes
Zyklopenauge mitten im Gesicht. Sieben der acht Kinder ohne Augen hatten Väter,
die im Golfkrieg als Soldaten dem amerikanischen Beschuß mit Uranmunition
ausgesetzt waren. Der belgische Augenarzt Dr. med. Edward de Sutter hat seinen
irakischen Kollegen besucht und darüber berichtet.
[4]. Von den knapp
700 000 im Golfkrieg eingesetzten US-amerikanischen Soldaten sind mittlerweile
180 000 Soldaten am Golfkriegssyndrom erkrankt, davon sind 9000 bereits
verstorben. Die durchschnittliche Zeit zwischen der Uranvergiftung und dem
Ausbruch der Krebserkrankung betrug fünf Jahre. Morbus Günther[5]
An
Leukämie erkranktes Kind mit starken Blutungen[6]
Fehlbildung des linken Beines mit
Greiffunktion einer Hand[7]
Hydrocephalus, (Wasserkopf) mit
Hirnnervenstörung und Schwachsinn[8]
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
mit Tumorbildung[9]
Prof. Dr. Dr. med. habil Siegwart Horst Günther Urangeschosse Eine neue Massenvernichtungstechnologie[10] Seit
längerer Zeit habe ich sehr intensiven Kontakt zum Mittleren Osten. Die erste
ärztliche Lehrtätigkeit im Irak war bereits vor 43 Jahren. Durch fortlaufende
humanitäre Hilfe kann ich seit 1990 sehr eingehend die Kriegsfolgen für die
Bevölkerung im Irak registrieren. Die
Armut des früher reichen Ölstaates Irak liegt jetzt, durch die Auswirkungen
des Zweiten Golfkrieges, bei über 70 %. Bei meinem letzten Aufenthalt in Bagdad
sah ich in den Morgen- und Abendstunden völlig abgemagerte, verschmutzte Kinder
mit Säcken in den Abfallhaufen der Straßen nach Eßbarem suchen. In den
Nachtstunden kommen teilweise sehr kranke Hunde vom Dickicht des Tigris, die
sich unter lautem Gebell auch noch aus den Müllhaufen ernähren wollen und am
Morgen sind dann wieder die ausgehungerten Kinder mit ihren Säcken da. Der
größte Teil der Bevölkerung ist ausschließlich auf die staatlichen
Lebensmittelrationen angewiesen, die im allgemeinen für zwei Wochen reichen.
Eiweißreiche Nahrung oder Gemüse ist nur auf dem freien Markt erhältlich. Die
Preise für viele Produkte sind um das Tausendfache gestiegen. Das
Durchschnittseinkommen der irakischen Familien liegt augenblicklich bei 2.000
bis 3.000 irakischen Dinaren. Der Preis für ein Kilogramm Fleisch oder Fisch
liegt bei 1.800 Dinar. Nach
Angaben von UNICEF sind im Irak etwa 860.000 Kinder von unter 5 Jahren unterernährt.
In dieser Altersgruppe starben im März 1994 11.480 Kinder, zur Zeit liegt die
Todesrate bei 5.000 bis 6.000 monatlich. Damit sterben im Irak augenblicklich
etwa 200 Kinder täglich. Wegen
der großen Trockenheit droht dem Irak, nach Angaben des für humanitäre
Angelegenheiten tätigen UN-Beauftragten Graf Sponeck, eine Hungersnot größten
Ausmaßes: Menschenmassen wanderten bereits in den Norden des Landes. Wegen des
Embargos können Bewässerungsanlagen nicht repariert werden. Graf
Sponeck, mit dem ich vor einiger Zeit ein Gespräch geführt habe, beklagt die
verheerenden Auswirkungen der westlichen Sanktionspolitik. Die vor neun Jahren
verhängten Sanktionen zerstören die irakische Gesellschaft. In ähnlicher Form
hatte sich auch Sponecks Vorgänger geäußert, der Ire Dennis Halliday, er
wurde dafür vor einem Jahr aus seinem Amt gedrängt. Ähnliche Bestrebungen ist
jetzt auch Graf Sponeck ausgesetzt; er verdient Dank und Unterstützung. Es
ist beschämend, daß Hunderte von Anträgen auf Einfuhrgenehmigungen für
lebensnotwendige Güter, die unter dem Erdöl-für-Nahrung-Programm erlaubt wären,
unbearbeitet bleiben. Nicht einmal Wasserpumpen aus rostfreiem Stahl werden
genehmigt. Dafür wird aber fast täglich bombardiert. Seit den schweren
Angriffen Ende 1998 haben Amerikaner und Briten fast so viele Einsätze geflogen
wie in den 78 Tagen des Kosovokrieges gegen Serbien. Das
Kinderhilfswerk UNICEF hat meine seit vielen Jahren immer wieder vorgetragene
Kritik an der Mortalitätsrate von Kindern unter 5 Jahren inzwischen in einem
erschütternden Bericht bestätigt. Hiernach hat sich die Todesrate dieser
Kinder in den Jahren nach dem Golfkrieg fast verdoppelt: etwa eine halbe Million
sind tot, die unter anderen Umständen überlebt hätten. In
den letzten Jahren breiten sich unter irakischen Kindern immer weiter Infektionskrankheiten
aus: es sind besonders Kinderlähmung, Tbc, Hepatitis, Tetanus, Keuchhusten,
Diphtherie; selbst Masern haben eine hohe Todesrate. Aus diesem Grund war die
Grenze Jordaniens zum Irak auch zeitweise geschlossen. Besonders
im Süden des Irak werden immer mehr Kinder mit Leukämie oder anderen
Krebsbildungen, schwere Form von Blutarmut durch Störungen im Knochenmark und
mißgebildet geborene Kinder registriert, für die noch Mutter Teresa zur
Betreuung in Bagdad eine Sammelstelle errichtet hatte. Diese Krankheitsbilder
werden uranhaltiger Munition zugeschrieben, die von der alliierten Armee im Zweiten
Golfkrieg eingesetzt wurde. Natürlich
vorkommendes Uran hat nur einen Anteil von rund 0,7 % des Isotops 235, der größte
Teil ist Uran des Isotops 238. Da nur Uran des Isotops 235 als spaltbares
Material für den Einsatz in Atomkraftwerken oder zur Entwicklung von Atomwaffen
geeignet ist, muß das Erz mit diesem Isotop angereichert werden. Was bei diesem
Verfahren in großen Mengen anfällt, ist so genanntes abgereichertes Uran oder
D.U., Depleted Uranium, das fast nur noch aus dem Isotop 238 besteht. Diese
Abfälle der Uran-Industrie werden in Europa wegen ihrer großen Giftigkeit und
ihrer Radioaktivität unter erheblichem Kostenaufwand in gesicherten Deponien
gelagert. Zur Reduzierung des hohen Kostenaufwandes wird das abgereicherte Uran
des Isotops 238 gern, zum größten Teil auch kostenfrei, an Interessenten
abgegeben. D.U.,
Depleted Uranium, besitzt Charakteristika, welche vor allem für die Rüstungsindustrie
sehr attraktiv sind: 1.
Es
ist praktisch der schwerste Stoff, der natürlich auf der Erde vorkommt. 2.
Die
vermutlich nach einer deutschen Technologie entwickelten D.U. Geschosse haben
eine hohe Durchschlagskraft und sind besser als alles andere zum Durchbrechen
von Stahlpanzerungen geeignet. 3.
Es
ist zudem ein brennbares Material. Beim Durchschlagen einer Panzerung entzündet
es sich und setzt bei der Verbrennung hochtoxische und radioaktive Stoffe frei.
Es bilden sich dabei Partikel von Uranoxid, die eingeatmet werden können oder
durch Wunden in den Körper gelangen. In Körperflüssigkeiten ist Uranoxid löslich
und dann durch die giftigen Eigenschaften wirksam, zum Teil aber auch unlöslich,
dann sitzt es im Körper fest und kann über lange Zeit die Radioaktivität
entfalten. Während
des Zweiten Weltkrieges war im Oktober 1943 durch Deutschland eine großflächige
Radioaktivität in die Kriegführung eingeplant. Auf diese Zeit geht wohl auch
die Entwicklung „besonderer Geschosse“ zurück. Die US-Spionage hatte
hiervon allerdings Kenntnis erhalten. D.U.-Geschosse
wurden von den alliierten Truppen im Golfkrieg 1991 erstmalig angewandt, mit
verheerenden Wirkungen und Folgen. Wenige
Wochen nach Kriegsende fand ich im März 1991 auf einem Kampfgebiet des Irak
Geschosse in Form und Größe einer Zigarre, die ungewöhnlich schwer waren
und eine Blei-ähnliche Farbe hatten. Etwa ein Jahr später, im März 1992, sah
ich im Süden des Irak, außerhalb von Basrah, in der Nähe der Grenze zu
Kuwait, Kinder mit derartigen Projektilen spielen. Ein Kind aus dieser Gruppe
war an Leukämie erkrankt und verstarb. Dieser Vorfall machte mich mißtrauisch:
ich ließ die Projektile von der Polizei einsammeln. Ich hatte mir vorgenommen,
das Geschoß und auch die aufgefundenen Geschoßhülsen untersuchen zu lassen. Bereits
seit Ende 1991 diagnostizierte ich im Irak eine bisher unbekannte Krankheit,
die auf Funktionsstörungen der Nieren und Leber zurückzuführen war. In einem
Artikel hatte ich am 28. Oktober 1991 unter der Überschrift „Wurden irakische
Kinder Opfer von ABC-Kampfstoffen?“ darüber berichtet. Im Dezember 1991
entging ich in Jordanien nur knapp einem Mordanschlag, der am 3. Januar 1993 vor
meinem Wohnsitz in Deutschland wiederholt wurde: ich erlitt dabei schwere
Verletzungen. Nach einer Rückkehr aus dem Ausland wurde mir 1994 eine Tasche
mit wichtigen Dokumenten entwendet. Die
Untersuchung eines dieser ungewöhnlichen Geschosse brachte mich in Deutschland
in größte Schwierigkeiten: es war hochtoxisch und zeigte eine Radioaktivität,
auch die Geschoßhülsen waren radioaktiv. Das Projektil wurde mit den Geschoßhülsen
von einem großen Aufgebot der Polizei beschlagnahmt, unter größten
Sicherheitsvorkehrungen von Polizisten in Schutzkleidung in besonderen Behältern
abtransportiert und in einer sicheren Deponie gelagert. Im
Juni 1995 wurde ich verhaftet, inhaftiert und während der Haftzeit mißhandelt.
Im Hungerstreik wurde ich nach erheblicher Verschlechterung meines Gesundheitszustandes,
nach Zahlung einer Kaution nach 3 ½ Wochen auf die Straße gesetzt. Nach dieser
Haftentlassung stand ich über ein Jahr unter Polizeiaufsicht und mußte mich
zweimal wöchentlich bei der Polizei melden. Hilfssendungen in Notstandsgebiete
mußten abgesagt werden: ich bin Präsident des Gelben Kreuzes International mit
Sitz in Österreich. Am 4. Januar 1999 wurde ich in das Amtsgericht Husum vorgeladen:
mir wurde eröffnet, daß ich gegebenenfalls auch zwangsweise, unter Anwendung
von Gewalt, in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt untergebracht werden
soll. Post und Telefon wurden überwacht. Mein Reisepaß wurde zunächst nicht
erneuert. In
den letzten 5 Jahren konnte ich im Irak umfangreiche Untersuchungen durchführen.
Nach diesen Ergebnissen führt der Kontakt mit D.U.-Munition vor allem bei
Kindern: 1.
Zu
einem Zusammenbruch des Immunsystems mit deutlich ansteigenden Infektionskrankheiten. 2.
Zu
ausgedehnter Herpes- oder Zosterbildung (Gürtelrose), auch bei Kleinkindern. 3.
Zu
AIDS-ähnlichen Erscheinungen, auch bei Kleinkindern. Es ist meines Erachtens
nicht auszuschließen, daß Umweltschäden durch Radioaktivität, das heißt
Einflüsse durch Niedrigstrahlung für ein Auftreten von Viruserkrankungen wie
AIDS oder BSE mitverantwortlich sind. 4.
Durch
Funktionsstörungen von Nieren und Leber zu einem bisher unbekannten
Krankheitsbild, das inzwischen als Morbus Günther bekannt geworden ist. 5.
Zu
Leukämie oder anderen Krebsbildungen und aplastischer Anämie (Störungen im
Knochenmark). 6.
Zu
genetisch bedingten Mißbildungen, die auch bei Tieren auftreten. 7.
Zu
Fehlgeburten oder Frühgeburten bei Schwangeren. Meine
Untersuchungsergebnisse weisen auf eine Ähnlichkeit, wie sie in letzter Zeit in
dem so genannten „Golfkriegssyndrom“ bei US- und britischen Soldaten und
deren Kindern beschrieben werden. Die genetischen Mißbildungen amerikanischer,
britischer und irakischer Kinder gleichen sich. Nach
US-Angaben werden dafür Milzbrand- und Botulismusimpfungen, Malariaprophylaxe,
Benzene zur Entlausung, Pyridostigminbromid gegen Nervengas Soman,
Insektenschutzmittel DEET oder Permethrin sowie die von ihnen verwendete
D.U.-Munition verantwortlich gemacht. Giftgase wurden im Golfkrieg nicht eingesetzt. Auf
die Gefahren der D.U.-Geschosse für die Gesundheit wurden die alliierten
Truppen erst neun Tage nach Kriegsende aufmerksam gemacht. Mit Ausnahme der
Uranmunition war die irakische Armee den in den USA produzierten Prophylaktika
nicht ausgesetzt. Uran
ist, wie alle Schwermetalle, z.B. Blei oder Cadmium, hochgiftig. Der menschliche
Körper darf damit nicht in Berührung kommen. Nach
inzwischen vorgenommenen Untersuchungen beträgt die Dosisleistung des von mir
aufgefundenen Geschosses an der Oberfläche 11 µSv (mikro-Sievert) pro Stunde.
Die erträgliche Jahresdosis wird in Deutschland mit 300 µSv angegeben: 300 :
11 = 27,2 Stunden. Die Jahresdosis von einem Geschoß wird demnach in reichlich
einem Tag erreicht. Ich sah ausgehungerte, völlig verschmutzte Kinder mit 12
solchen Geschossen, die als Puppen angemalt waren, spielen. Selbst Seife ist im
Irak streng rationiert. Nach
Angaben der US-Armee wurden allein etwa 14.000 großkalibrige Uran-Granaten im
Golfkrieg verschossen. Schätzungen der britischen Atomenergiebehörde zufolge
sollen etwa 400 Tonnen dieser Munition im Grenzgebiet zu Kuwait herumliegen,
andere Experten gehen sogar von 3000 Tonnen aus. Nur etwa 10 % dieser Geschosse
werden gefunden, die Masse ist im Sand verweht oder liegt tief im Erdreich. Da
in diesem Wüstengebiet auch Regenzeiten auftreten, gelangt die Toxizität ins
Grundwasser und schließlich auch in die Nahrungskette, eine langfristige Gefahrenquelle
der dort lebenden ½ Million Menschen, die nach neueren Untersuchungen wohl auch
schon eingetreten ist. Aus
den Kampfgebieten von Kuwait wurde von Beduinen berichtet, daß in der Wüste
Hunderte von Kamelen, Schafen und Vögeln lägen, die von amerikanischen Truppen
zu Schießübungen benutzt worden seien. Untersuchungen eines amerikanischen
Veterinärmediziners und Experten für Infektionskrankheiten hätten jedoch
ergeben, daß diese Tiere weder Schußverletzungen zeigen, noch an Seuchen verendet
sind. Einige dieser toten Tiere waren von Insekten übersät, die nach Angaben
US-amerikanischer Medien ebenfalls abgestorben waren. Die
Nebenwirkungen der D.U.-Geschosse deutscher Technologie waren den Alliierten
des Zweiten Golfkrieges unbekannt. Nach Forderungen von Saudi-Arabien mußten
alle durch Uranmunition zerstörten Fahrzeuge und Kriegsgeräte eingesammelt
und in die USA abtransportiert werden; sie waren zuvor in der Wüste eingegraben
worden. Von
Golfkriegsveteranen aus den USA und Großbritannien wird über Krankheitserscheinungen
berichtet, die u. a. auch in der Form von Schädigungen verschiedener Organe,
Zahn- und Haarausfall oder Krebsbildungen auftreten. Schwangeren Militärangehörigen
seien mißgebildete Kinder geboren worden. Ein US-Unteroffizier gibt hierzu
an, daß viele Golfkriegsveteranen jetzt befürchten, als „Versuchskaninchen“
in einem Strahlenexperiment benutzt worden zu sein. Im März 1994 wurde in den
USA berichtet, daß in 251 Familien von Golfkriegsveteranen im Bundesstaat
Mississippi 67 % der Kinder mit Mißbildungen geboren wurden: mit fehlenden
Augen, Ohren, Fingern, Armen, Beinen, oder daß sie an schweren Blutkrankheiten
oder Atmungsproblemen leiden. Nach
Angaben des Präsidenten der US-Golfkriegsveteranen sind vom „Golfkriegssyndrom“
etwa 50.000 bis 80.000 US-Armeeangehörige betroffen, bisher mußten etwa 39.000
von ihnen aus dem aktiven Militärdienst entlassen werden, 2.400 bis 5.000 seien
verstorben. In Großbritannien litten etwa 4.000 Golfkriegsveteranen am
„Golfkriegssyndrom“, davon sind bisher nach offiziellen Angaben 16
gestorben, nach anderen Mitteilungen sind aber schon über 100 Todesfälle
aufgetreten. Britische Soldaten stellten im Unterhaus mißgebildet geborene
Kinder vor und gaben dabei ihre Kriegsauszeichnungen zurück. Aber auch
Australier, Franzosen und Kanadier sind vom „Golfkriegssyndrom“ betroffen.
Selbst in Kuwait stiegen derartige Krankheitsmerkmale immer weiter an. Im
Irak werden 250.000 Männer, Frauen und Kinder mit derartigen Symptomen
angegeben, deren Mortalität hoch sei. Kinder erkranken dabei vorwiegend an Leukämie.
In einem Bagdader Hospital registrierte man 1.050 Fälle: fünfmal so viel wie
vor dem Krieg. Die Erkrankten kommen vornehmlich aus dem Süden des Landes. In
Basrah markierten die Ärzte die Herkunft der Patienten: 765 Krebserkrankungen
stammten aus einem Landwirtschaftsgebiet westlich von Basrah; dort tobte 1991
eine Panzerschlacht. Nach
Ansicht des amerikanischen Atomwissenschaftlers Leonard Dietz sei die Waffentechnologie
der Urangeschosse derartig revolutionierend wie im Ersten Weltkrieg das
Maschinengewehr. Der Golfkrieg war nach seiner Ansicht aber auch der toxischste
Krieg in der bisherigen Kriegsgeschichte. Inzwischen
hat sich der Präsident der US-Golfkriegsveteranen meinen Vermutungen
angeschlossen, daß zwischen diesen Erkrankungen und den Vorgängen nach dem
Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahre 1986 Parallelen zu ziehen sind. Ähnliche
Vorgänge haben sich aber auch in Mitteleuropa abgespielt. In diesem Zusammenhang
erinnere ich an den Absturz des US-Kampfflugzeuges A-10 über Remscheid im
Jahre 1988 und den Absturz des israelischen, aus den USA kommenden El Al
Transportflugzeugs über Amsterdam 1992. Beide Flugzeuge sollen radioaktives
Material, auch Uranprojektile, an Bord gehabt haben. In der Folgezeit traten in
beiden Gebieten vermehrt Hauterkrankungen, Durchfälle, Leukämie bei Kindern
und Mißbildungen bei Neugeborenen auf. An der Unglücksstelle in Amsterdam
hatte ein schwedisches Institut 15 Personen untersucht, die nach dem Absturz an
der Unglücksstelle gewesen waren. Je länger sie sich dort aufgehalten hatten,
desto mehr Uran wurde in ihrem Stuhl festgestellt. Im
November 1996 wurde darüber berichtet, daß in Ex-Jugoslawien etwa 1.000 Kinder
an einem Symptom unbekannter Ursache litten: Kopf-, Unterbauch- und
Muskelschmerzen, Atemnot, Schwindel. Über 600 Kinder seien bisher in Krankenhäuser
eingewiesen worden. Im
Dezember 1997 und Januar 1998 wurde in bosnischen Medien darüber berichtet, daß
es in einigen Gebieten des früheren Jugoslawiens zu einem dramatischen Anstieg
von Leukämie, Krebsbildungen und mißgebildeten Neugeborenen gekommen sei. Eine
seltsame Massenerkrankung habe auch die Kühe erfaßt. Die Milchproduktion
sinke vielfach rapide und versiege teilweise ganz. Der Blutanteil in der Milch
sei oft so hoch, daß sie für den menschlichen Genuß nicht mehr zu gebrauchen
ist. In einigen Fällen seien bei Kühen Mißgeburten registriert worden: Kälber
wurden ohne Haut an den Füßen, ohne Klauen oder Zunge geboren, eine genetisch
bedingte Veränderung, die auch bei anderen Säugetieren zu beobachten war. In
Bosnien zeigten sich zudem Veränderungen in der Vegetation: es gebe sehr wenige
Früchte, die zum Teil sogar mißgebildete Formen zeigten, zudem bilde sich ein
sehr merkwürdiges Moos. Nach
Untersuchungen des Nuklearforschungsinstitutes in Vinca hat die radioaktive
Strahlung nach den NATO-Bombardierungen durch die Anwendung von D.U.-Munition
gefährlich zugenommen Auch bei den Kämpfen im Kosovo wurde von der NATO
D.U.-Munition eingesetzt. Bei Kleinkindern dieser Flüchtlinge wurden ausgedehnte
Gürtelrose-Bildungen festgestellt: eine bei Kleinkindern ganz ungewöhnliche
Erscheinung, die sonst fast nur bei Krebskranken und älteren Menschen auftritt. In
der Beantwortung einer Anfrage schreibt der Vertreter des deutschen Bundesministeriums
der Verteidigung in einem Schreiben vom 6. Juli 1999 zum Thema „Verwendung
von Munition mit abgereichertem Uran“ unter anderem: 1.
„Im
Rahmen der NATO-Luftangriffe gegen die Bundesrepublik Jugoslawien wurde
D.U.-Munition von dem US-Waffensystem A 10 eingesetzt. 2.
Das
Waffensystem A 10 wurde hauptsächlich im Kosovo eingesetzt. Da mit der Bordkanone
keine vorgeplanten stationären Ziele angegriffen werden, sondern solche
Ziele, die durch den Piloten während des Einsatzes erfaßt werden, ist eine exakte
Gebietsangabe nicht möglich. 3.
Die
NATO hat am 1.7.99 auf eine mögliche toxische Gefährdung beim Umgang mit von
D.U.-Munition getroffenen Fahrzeugen hingewiesen und vorbeugende Maßnahmen
empfohlen, die auch an die im Kosovo befindlichen Hilfsorganisationen
weitergegeben wurden. Eine Dekontaminierungsplanung seitens der NATO gibt es
derzeit nicht (…)“. In
einem radioaktiven so genannten „Heilbad“ in Deutschland konnte ich bei fast
einem Drittel der dort behandelten Patienten schwerwiegende Nebenwirkungen
feststellen: Infekte und Gürtelrose-Bildungen, Anzeichen für einen
Zusammenbruch des Immunsystems. Inzwischen
wurde ich von einem deutschen Arzt und Rechtsanwalt wegen der Schadensersatzforderungen
eines Schwerkranken gebeten, Unterlagen meiner Untersuchungen im Irak zu übersenden,
da ein in einer deutschen Fabrik für Kampfpanzer arbeitender Angestellter
schwer erkrankt sei. Als
Arzt und Wissenschaftler rufe ich daher immer wieder dazu auf, die Anwendung der
D.U.-Munition zu verbieten, über die jetzt schon die Armeen von über 10 Staaten
verfügen. Mein Aufruf gilt besonders auch für die in letzter Zeit entwickelten
Laserwaffen, die bei Anwendung zu irreparabler Erblindung führen. Über den Autor Professor
Dr. Dr. med. habil. Siegwart Horst Günther, Professor für Tropenmedizin, ist
am 24.2.1925 in Halle geboren, war Mitglied der Widerstandsgruppe um Graf
Stauffenberg und Häftling im KZ Buchenwald. 1945 bis 1950 Studium der Medizin,
Philosophie und Ägyptologie. 1950 bis 1956 Arzt und Wissenschaftler an
verschiedenen Kliniken und Habilitation. 1957 Mitglied der Deutschen Akademie
der Wissenschaften. Bis 1963 arbeitete Professor Dr. Dr. Günther an den
Universitäten Kairo und Damaskus, anschließend im Hospital Lambarene des
Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer. Bisher sind von Professor Dr. Dr.
Günther oder unter seiner Mitarbeit acht Bücher und 465 Artikel in
wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen. Seit 1992 ist Professor Dr. Dr. Günther
Präsident des Gelben Kreuzes International, einer humanitären Organisation,
um kranken Kindern zu helfen. Seit 1998 zweiter Präsident der Albert Schweitzer
Akademie in Warschau. Für humanitäre Verdienste erhielt Professor Dr. Dr. Günther
hohe nationale und internationale Auszeichnungen. Als
Präsident der Hilfsorganisation Das Gelbe Kreuz International hat er nach dem
zweiten Golfkrieg in den Jahren 1991 bis 1995 im Irak Kinder behandelt, die an
einer bis dahin unbekannten Krankheit erkrankt und größtenteils verstorben
waren. Dabei handelte es sich aber nicht um eine neue tropenmedizinische
Krankheit. Professor
Dr. Dr. Günther hat den wissenschaftlichen Nachweis erbracht, daß diese Gesundheitsschädigung
durch abgereichertes Uran verursacht wurde, das die Symptome einer
Schwermetallvergiftung verursacht und mit akutem Versagen von Leber und Niere
zum Tode führt. Wird das akute Vergiftungsstadium überlebt, besteht danach ein
hohes Risiko, an Leukämie oder anderen Krebserkrankungen oder AIDS-ähnlichen
Syndromen zu erkranken. Die schwach radioaktive Strahlung des vom Körper
aufgenommenen abgereicherten Urans schwächt das Immunsystem des Menschen.
Durch radioaktive Schädigung der Ei- und Samenzellen gibt es in der
Folgegeneration Mißgeburten. Der Einsatz der Uranmunition geht weiter Vieques, Puerto Rico: Die
Bewohner von Vieques, einer kleinen, Porto Rico vorgelagerten karibischen Insel
haben die US-Marine auf über 100 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt. Seit
60 Jahren benutzt die US-Marine das 30 km mal 6 km große Vieques als Übungs-
und Schießplatz für alle Arten von Munition, darunter auch Uranmunition. Die
Bewohner begründen ihre Schadensersatzforderungen damit, daß hauptsächlich
die verschossene Uranmunition für die geradezu epidemische Zunahme von Krebsfällen
unter der Inselbevölkerung verantwortlich ist. Über ein Drittel der
insgesamt 9000 Einwohner von Vieques sind mittlerweile an Krebs und anderen
schweren Krankheiten erkrankt. Die Ärzte führen diese ungewöhnlich hohe
Krankheitsrate auf die jahrzehntelange Vergiftung der Insel durch amerikanische
Bomben und Granaten, vor allem aber auf den intensiven Gebrauch von Uranmunition
zurück. Aus den offiziellen puertoricanischen Zahlen geht hervor, daß sich die
Krebsfälle unter den Bewohnern der Insel explosionsartig um 300% vermehrt
haben.[11]
Mit Hilfe des amerikanischen "Freedom of Information Act" gelang es
den amerikanischen Anwälten der betroffenen Inselbewohner die amerikanische
Marine zu zwingen, öffentlich einzugestehen, daß sie Uranmunition auf der
Insel verschossen hat. Die US-Navy erklärte, daß dies im Jahre 1999 und nur
einmal der Fall gewesen sei. Der Fehler sei geschehen, weil ein Flugzeug irrtümlich
mit der falschen Munition beladen worden sei. Die Navy habe anschließend
versucht, die radioaktiven Projektile und Granathülsen zu finden und zu
entsorgen, aber sie hätte nur etwa 50 Stück gefunden. Dieser Darstellung
widersprechen aber von Wissenschaftlern durchgeführte Bodenuntersuchungen, die
belegen, daß der Schießplatz systematisch mit Uranmunition bombardiert
worden ist. Gleichzeitig
wurde bekannt, daß das US-Verteidigungsministerium sich bei den Japanern dafür
entschuldigte, daß eine unbewohnte und in der Folge auch nicht mehr bewohnbare
Insel bei Okinawa mit 1520 Projektilen aus abgereichertem Uran beschossen wurde.
Jugoslawien[12] Die
NATO hat 1994 mehr als 10.000 Urangeschosse in ihrem Bombardement gegen die
bosnischen Serben eingesetzt. Auch 1999 während des 78 tägigen Krieges gegen
Jugoslawien wurden 31.000 Uran-Projektile mit insgesamt 10 Tonnen
abgereichertem Uran, hauptsächlich über dem Kosovo abgeschossen. Die Geschosse
sind vor allem entlang der Grenze zu Albanien, südwestlich von Kosovska
Mitrovica, im Nordkosovo und in der Nähe der Stadt Klina eingesetzt worden. Da
aber nicht nur die geplanten Ziele angegriffen wurden, sondern auch an anderen
Orten von den Piloten willkürlich mit abgereichertem Uran beschossen wurde, ist
eine vollständige Bekanntgabe der Einsatzgebiete in Serbien, Kosovo und
Montenegro nicht möglich. Die
UNEP hat im Kosovo sechs Gebiete untersucht und in fünfen wurde sie fündig.
Zwei Jahre nach Ende des NATO-Angriffes stellte sie eine weitverbreitete
Urankontamination fest. Bei nichtexplodierten Sprengköpfen, die die UNEP
gefunden hat, ist die Masse um etwa 10% bis 15% verringert, weil das Uran sich
durch die Witterung zersetzt hat und dadurch in Boden und Grundwasser gelangt
ist. Auf diese Weise kommt es in die Nahrungskette. Dr.
med. Trifko Guzina vom Klinischen Zentrum Kasindol im Serbischen Stadtteil von
Sarajevo berichtete am 22.7.2002 über den Anstieg der Krebserkrankungen in
dieser Region[13].
Zwischen 1995 und 2001 wurden dort 1.226 neue Krebspatienten registriert, 370
von ihnen sind schon gestorben. Die neue Studie hat einen Anstieg aller Arten
von Krebserkrankungen zwischen 27,7% und 109,6% verzeichnet. Am meisten
befallen waren die Verdauungsorgane, da die radioaktiven Stoffe in die
Nahrungskette gelangt sind. Nach Worten des Dr. Guzina ist dieser erschreckende
Anstieg von Krebserkrankungen eine Folge des NATO-Bombardements in den Jahren
1994 und 1995, als die US-Luftwaffe mit Unterstützung der deutschen
"Tornados" nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Geschosse mit
abgereichertem Uran auf serbische Wohngebiete rund um Sarajevo abfeuerte. Rinaldo
Colombo war Carabiniere und 1995 einer der ersten italienischen Militärs, die
nach Bosnien entsandt wurden. Zwei Jahre später, klagte er über starkes
Fieber, Übelkeit und Migräne. Weitere zwei Jahre sowie zahllose Untersuchungen
später wurde der 31jährige Anfang September 2000 ins Krankenhaus eingeliefert.
Am 8.11.2000 verstarb er an Leukämie. Corrado Di Giacobbe war ebenfalls in
Bosnien im Einsatz und war nach seiner Rückkehr 1998, an einer besonderen
Tumorart (M. Hodgkin) erkrankt. Bereits zuvor war ein anderer Soldat an Leukämie
verstorben, der in derselben Kaserne Dienst getan hatte. Ihr Vorgesetzter, Luigi
Federici, streitet ab, von den Risiken des Einsatzes gewußt zu haben. Der
britische Soldat Kevin Rudland reparierte als Mitglied der internationalen
„Friedenstruppe“ von Dezember 1995 bis April 1996 in Bosnien Panzer, die häufig
Uran-Geschosse abfeuerten. Seinen dramatischen körperlichen Verfall seither
erklärt sich Rudland aus dem Uranstaub, mit dem er während seiner damaligen
Tätigkeit Kontakt hatte. Schutzkleidung habe es in Bosnien nicht gegeben, man
habe ihm einfach geraten, die Hände regelmäßig zu waschen. Daß die Geschosse
uranhaltig waren, habe er damals nicht gewußt. Durch
den NATO-Krieg ist nun auch der Kosovo mit Uran verseucht. Im Nachbarland
Makedonien (FYROM) wurde jedenfalls durch Wissenschaftler der Universität
Thessaloniki festgestellt, daß die radioaktive Belastung seit dem Krieg auf
das achtfache angestiegen ist. Dieses sei eine schlimmere Umweltkatastrophe,
als die durch den Reaktorunfall in Tschernobyl verursachte. Erkrankungen, wie
sie Professor Günther in den Jahren bis 1995 im Irak beobachtet hat, sind in
den nächsten Jahren auch im Kosovo zu befürchten, schrieben wir vor zwei
Jahren in der zweiten Auflage dieser Broschüre. Unsere Befürchtungen bestätigten
sich leider noch schneller als erwartet: Die
Ergebnisse des Einsatzes von radioaktiver Munition im Kosovo legte Dr. Dr. Milan
Ivanovic, Chefarzt der serbischen Klinik in Kosovska Mitrovica in Form der
seither gesammelten Daten von Verstorbenen vor. Die Zahl der Krebserkrankungen
jeglicher Art ist seither um das Doppelte angestiegen, ebenso die zu
verzeichnenden Mißgeburten, ähnlich der nach der Tschernobyl-Katastrophe. Der
Arzt und Ökologe Dr. Dejan Dimow berichtete, die NATO habe zur Zerstörung
der Gebäude des Innenministeriums und des Generalstabes im Belgrader
Stadtzentrum Uranmunition eingesetzt. Die Ruinen stünden unberührt, weil
niemand wisse, wo das verstrahlte Baumaterial entsorgt werden kann. Die Zahl der
Krebskranken habe sich um 30 % erhöht. „Wir
sind alle potentielle Patienten der onkologischen Krankenhäuser“, sagte
Dimow. „Jetzt machen sich alle Sorgen um
die im Kosovo kurzfristig eingesetzten NATO-Soldaten, aber der Westen kümmert
sich nicht um die Bewohner der verseuchten Gebiete“[14]
Die Prognose des Arztes, wonach langfristig nur 30% mehr Krebserkrankungen
aufgrund des Uraneinsatzes zu erwarten sind ist vergleichsweise optimistisch.
Denn wenn man eine Studie der britischen Atomenergiebehörde vom November 1991
zum Irak zugrunde legen würde, kämen auf 10 Tonnen Uranmunition etwa dreimal
soviel Tote[15]. Immerhin sollen bereits
192 bosnisch-serbische Soldaten an Leukämie erkrankt sein, so Belgrader
Regierungsquellen. Robert Fisk, Korrespondent des britischen
„Independent“, hat vor Ort recherchiert: „Ich
sehe 300 Grabsteine, die die Inschrift tragen könnten: An abgereichertem Uran
gestorben“, berichtet er Mitte Januar aus dem ostbosnischen Dörfchen
Bratunac. “Bis zu 300 der 5.000
serbischen Flüchtlinge, deren Stadtteil in Sarajevo im Spätsommer 1995 von
Nato-Kampfflugzeugen schwer bombardiert worden ist, sind an Krebs
gestorben.“ Das Gesundheitsministerium in Sarajevo - also der
pro-westlichen Regierung der moslemisch-kroatischen Föderation - hat bekannt
gegeben, es starben 1998 je 152 von 100.000 Bosniern an Krebs, 1999 waren es
bereits 230 - ein Anstieg von über 50 Prozent. Der jugoslawische Präsident
Vojislav Kostunica erklärte in einem Interview mit der griechischen Presse während
seines Staatbesuches in Athen: "Die
Bombardierung verschiedener Regionen Jugoslawiens mit abgereicherter
Uranmunition ist ein weiterer Beweis dafür, dass die ganze Operation (der NATO,
Anm. d. Red.) ein krimineller Akt war"[16]. In
den ersten Wochen des Jahres 2001 tauchten in der Öffentlichkeit Meldungen über
Leukämieerkrankungen bei Soldaten auf, die am Krieg im ehemaligen Jugoslawien
teilgenommen hatten. Drei italienische Veteranen sind im Jahr 2000 an
Blutkrebs gestorben ebenso vier italienische Flugzeugmechaniker. Auch zwei
spanische, ein niederländischer, ein bulgarischer und ein Schweizer Soldat
starben. Auch in Tschechien starb ein Hubschrauber-Pilot an Blutkrebs. Darüber
hinaus sind eine Reihe anderer Krebsausbrüche bei anderen Soldaten registriert.
Im April 2000 haben 12 kranke KFOR-Soldaten Klage gegen das britische
Verteidigungsministerium erhoben. Auch vier belgische Soldaten wollen ihre
Regierung verklagen. In Spanien gibt es drei Krebsfälle, in Frankreich fünf.
In Italien erkrankten 30 Soldaten, in den Niederlanden 18, in Dänemark zwei
Soldaten, in Griechenland und in Deutschland je ein Soldat. Das sind lediglich
die Fälle, die öffentlich geworden sind. Aufgrund der Zeit, die zwischen
einer Uranvergiftung und dem Ausbruch der Krebserkrankung vergeht, ist zu schließen,
daß Mehrzahl dieser Soldaten bereits in Bosnien kontaminiert wurden. Die
Folgen des Kosovoeinsatzes werden erst später offensichtlich. Belgische und
holländische Truppen wurden durch ihren Regierungen angewiesen, keine lokalen
Produkte zu essen. Kleidungsstücke müssen beim Verlassen des Kosovo zerstört
und Fahrzeuge dekontaminiert werden. Selbst Trinkwasser wird angeblich eingeflogen.
Vor diesem Hintergrund scheint sich im Oktober 2000 Portugals Verteidigungsminister
Julio de Lemos de Castro Caldas entschlossen zu haben, das gesamte
portugiesische Truppenkontingent aus dem Kosovo abzuziehen. Der Lissabonner
Tageszeitung Diario de Noticias zufolge bedauert Verteidigungsminister seine
Entscheidung zum Truppenabzug aus dem Kosovo nicht schon früher getroffen zu
haben. Aus Angst vor dem Balkan-Syndrom haben nach Angaben des
stellvertretenden griechischen Verteidigungsministers Dimitris Apostolakis
bisher 142 von insgesamt 1.481 Soldaten eine vorzeitige Rückkehr aus dem Kosovo
beantragt. Etwa 400 Soldaten des norwegischen Bataillons Telemark weigerten
sich, die für die Entsendung in den Kosovo notwendigen Verträge zu
unterzeichnen. Einsatz
von Munition mit abgereichertem Uran im Kosovo[17]
Den
Stabsärzten, die die Meningitiserkrankung des im Kosovo stationierten und inzwischen
verstorbenen Bundeswehrsoldaten André Horn nicht erkannt haben, wurde durch die
Presse Schlamperei vorgeworfen. Die Tatsache, daß die Stabsärzte die
Meningitis nicht behandelt haben, beweist nur, daß sie diesen Verdacht nicht
haben konnten. Meningokokkeninfektionen sind häufig bei Kindern, seltener bei
sehr alten Menschen, extrem selten jedoch bei jungen Erwachsenen, es sei denn,
sie haben ein erheblich geschwächtes Immunsystem wie z.B. bei AIDS. Wenn ein
Arzt also einen jungen Mann vor sich hat, der nicht AIDS-infiziert ist, wird er
zunächst nicht daran denken, ihn auf Meningokokken untersuchen. Der
ZDF-Journalist, der den Anwalt der Familie Horn nach der Möglichkeit einer
Uranvergiftung befragt hatte, bekam zur Antwort: er habe bislang noch nicht an
die Möglichkeit gedacht. Dem Anwalt war jedoch bekannt, daß ein zeitgleich
mit André Horn im Kosovo stationierter Bundeswehrsoldat an einer "merkwürdige
Lungenentzündungssymptomatik“ erkrankt ist. Geradezu beweisend für das
Vorliegen einer Immunschwäche wäre die Pneumocystis-Carinii-Infektion der
Lunge, die vor allem AIDS-Kranke befällt. Bisher hat die Bundeswehr keine
Statistik veröffentlicht, wie viele Soldaten im oder nach dem Krieg auf dem
Balkan an welchen Krankheiten erkrankt sind. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums
gäbe es keinen Hinweis darauf, daß deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz im
Kosovo Erkrankungen durch Reste von auf Uranmunition als Krankheitsursache. Denn
die Soldaten werden nicht routinemäßig auf Uranbelastung untersucht. Bei den
wenigen Untersuchungen, die vorgenommen und veröffentlicht wurden, handelte
es sich um Urinproben, die am allerwenigsten geeignet sind, Uranbelastung
nachzuweisen, da Uran im Urin kaum löslich ist. Afghanistan Der
NATO-Angriffskrieg gegen Afghanistan wurde ebenfalls mit Uranmunition geführt.
Auf Fragen von Journalisten am 15. und 16 Januar 2002 hatte der US-amerikanische
Secretary of Defense, Donald Rumsfeld geantwortet, daß in „mehreren
Fällen“ (15.1.) bzw. „in einem
Fall“ (16.1.) erhöhte Radioaktivität gemessen wurde, es sähe so aus,
als ob es sich um das Ergebnis der Anwendung von Sprengköpfen mit
abgereichertem Uran handele. Nach diesem Eingeständnis versuchte Rumsfeld
allerdings die Tatsache, daß die Radioaktivität nach den US-Angriffen auf
afghanische Stellungen erhöht war, so umzudeuten, als ob es die Taliban und die
El Kaida selbst seien, die über Urangeschosse und andere Massenvernichtungswaffen
verfügen würden. Diese Aussage ist wenig glaubhaft. Le Monde diplomatique wies
im März 2002 darauf hin, daß die USA mit dem „Bunker Buster - GBU-28“
einen Sprengkopf eingesetzt hat, der 1½ Tonnen abgereichertes Uran enthält.
Zur Zerstörung eines Bunkers wie Tora Bora erscheint die Anwendung von
Uranmunition militärisch logisch. In zerschossenen Flugzeugwracks auf dem
Flugplatz in Kandahar hat ein amerikanisches Team abgereichertes Uran gefunden
und es ist kaum anzunehmen, daß die Taliban ihre eigenen Flugzeuge zerstört hätten.
Der unabhängige Waffenexperte Dai Williams, Surrey, UK, schätzt die Uran- und
radioaktive Strahlenbelastung in Afghanistan mindestens dreifach höher als die
im Irak nach dem Krieg 1991[18]. Dort seien Urangeschosse
eingesetzt worden, die maximal 5 kg Uran enthielten. Die durchschnittliche Größe
der Sprengköpfe von „GBU-15, 24, 27 und 31“ liegt bei 900 kg abgereichertem
Uran je Sprengkopf. Der neueste US-amerikanische bunker buster, Big BLU
(BLU-109/B), wiegt zehn Tonnen und die Daten aus dem US-Patent würden zeigen,
daß dieser zu mindestens 50% aus Uran besteht[19].
Deshalb läge die Gesamtmenge des eingesetzten Urans in Afghanistan bei bis zu
1000 Tonnen. Dr. Asaf Durakovic, hat auf der Konferenz für Militärmedizin
und Schutz gegen Massenvernichtungswaffen am 20.10.2002 in Qatar bekanntgegeben,
daß er im Körpergewebe von Menschen in Ostafghanistan, Kandahar, Kabul und
Jalalabad eine einhundertfach erhöhte Konzentration von Uranisotopen nachweisen
konnte[20]
Epidemiologische Daten aus Afghanistan können noch nicht vorliegen, aber
innerhalb der nächsten fünf Jahre wäre mit einem Anstieg der Immunschwäche-
und Krebserkrankungen zu rechnen ähnlich wie im Irak und Jugoslawien. Plutoniummunition Ein
zusätzliches Problem besteht darin, daß die Uranmunition nicht immer aus
abgereichertem Uran hergestellt wird. Einige amerikanische Hersteller benutzen
Uran, das nicht abgereichert wurde mit demselben Isotopenmix wie natürliches
Uran (99,3% U 238 und 0,7% U 235). Dies erklärt, weshalb Wissenschaftler in
Ungarn und Griechenland nach der Bombardierung Jugoslawiens eine erhöhte
Belastung durch „natürlichen“ Uranstaub feststellen konnten, aber auch,
weshalb US-amerikanische und kanadische Wissenschaftler behaupten konnten, an
einigen Orten in Afghanistan kein abgereichertes
Uran gefunden zu haben. Laut
Untersuchung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich enthielten
einige der im Kosovokrieg verwendeten Geschosse auch Plutonium-Rückstände
Deshalb wurde die Vermutung geäußert, daß exponierte Personen in Kosovo einem
vielfach höheren Krebsrisiko ausgesetzt gewesen sein könnten, als bisher
angenommen. Der Leiter des AC-Labors in Spiez, Bernhard Brunner, bestätigte das
Vorhandensein des Uran-Isotop 236 in Munitionsteilen. Das
abgereicherte Uran (Depleted Uranium) für die von NATO-Staaten im Irak und in
Jugoslawien eingesetzten Munition stammt nach Angaben des Göttinger Chemie-
Professors Rolf Bertram zumindest teilweise aus einer
Wiederaufarbeitungsanlage. Anders ließen sich die in Geschoßresten gefundenen
Spuren von Plutonium 239 und von Uran 236 überhaupt nicht erklären. Dr.
Asaf Durakovic hat nachgewiesen, daß sich Uran 236 im Körper von 42 amerikanischen
Golfkriegs-Veteranen nachweisen läßt. Uran 236 ist ein Stoff, der nicht natürlich
vorkommt und sich deshalb nicht im abgereichertem Uran befinden kann. Ein
offizieller amerikanischer Armee-Bericht von 1995 erkannte die Möglichkeit, daß
das vom Militär verwendete abgereicherte Uran Spuren von Uran 236 enthält. Das
rührt daher, daß einiges von dem abgereichertem Uran, das in amerikanischen
Waffen verwendet wird, aus gebrauchten Kernbrennstoffen stammt und nicht aus
neugewonnenem Uran. Das
AKW bei Paducah in Kentucky wurde wegen "Verschwendung, Schwindel, Mißbrauch
und Schlamperei" von der Überwachungsbehörde, General Accounting Office,
bereits 1992 angeklagt. Die Überwachungsbehörde beschuldigte das AKW, die
Trennung von Uran-Rückständen vom Atomabfall ohne Sicherheitsmaßnahmen
durchgeführt zu haben und dabei die eigenen Angestellten in Gefahr gebracht zu
haben. Das AKW Paducah ist eine von drei Anlagen, die das abgereicherte Uran für
den Gebrauch in USA-und NATO-Waffen herstellen. Dieselben Anlagen werden vom
Pentagon-Sprecher Bacon als eine Quelle der Verunreinigung von einigen Waffen
mit abgereichertem Uran genannt. Erklärung dafür könnte sein, daß reine
und verunreinigte Lieferungen von abgereichertem Uran vermischt worden sind.[21] Die
Strahlenbelastung durch Plutonium Pu 239, also die Radiotoxizität, lässt sich
wie folgt abschätzen: 1 kg Pu 239 besitzt eine Aktivität von 2,3 Mio.
Megabecquerel, damit ist die Aktivität des Pu 239 rund 200 000 mal größer als
die von U 238. Wenn sie in den Körper gelangt, hat eine Aktivität von 1 MBq
eine Strahlenbelastung von 50 Sv zur Folge. Das bedeutet, dass noch 1 mg die
riesige Strahlenbelastung von rund 50 Sv zur Folge hätte, und 1 µg
(Millionstel Gramm) immer noch 50 mSv. Nach der entsprechenden EU-Norm und der
neuen Strahlenschutzverordnung liegt die Höchstgrenze für strahlenexponierte
Personen bei 20 mSv pro Jahr. Damit wäre die Strahlenbelastung durch ein
Millionstel Gramm Pu 239 immerhin noch 2,5 mal so hoch wie die Obergrenze für
Personen, die aus beruflichen Gründen Umgang mit radioaktiven Strahlen haben.
Eingeatmetes Plutonium wird sich in der Lunge, den Knochen und der Leber
einlagern. Die Einnahme über den Magen- Darmtrakt ist etwa 10 000 mal weniger
gefährlich als über die Lunge, da von der Darmschleimhaut nur ca. 0,01%
aufgenommen und der Rest wieder ausgeschieden wird. Wenn Plutonium in den
Geschossen ist, wird die gesundheitliche Schädigung größer als beim reinen
Uran. Zusätzlich besitzt Plutonium als Schwermetall, wie das Uran, eine erhebliche
chemische Toxizität. Zivile Verwendung von abgereichertem Uran Abgereichertes
Uran wurde auch im zivilen Flugzeugbau verwendet. Aufgrund des hohen Gewichtes
bei kleinem Volumen und geringen Kosten wurde es als Gegengewicht in die
Ruderklappen aller Boeing-Flugzeuge eingebaut, die zwischen 1960 und den frühen
achtziger Jahren hergestellt worden sind, später wurde Wolfram verwendet.
Dies ist nicht ungefährlich. Die koreanische Boeing 747 von 1980, die bei
Stansted abgestürzt ist, enthielt etwa 300 kg Uran. Am 4.10.1992 stürzte ein
israelisches Frachtflugzeug der El-Al Boeing 747 in die Amsterdamer Vorstadt
Bijlmermeer. 43 Menschen starben sofort, über 800 Menschen erkrankten. Erhöhte
Radioaktivität wurde gemessen und den Israelis unterstellt, sie hätten illegal
Atomwaffen transportiert. LAKA[22]
veröffentlichte, daß das Flugzeug 282 kg Uran als Ausgleichsgewichte enthielt.
Bei Flugzeugabstürzen entstehen hohe Temperaturen. Bei 300 °C bis 600°C
wird das Uran pulverisiert und ab 800°C verbrennt es vollständig. Wie die Gefahr weggelogen wird Mit
halben Wahrheiten und ganzen Lügen versucht die Bundesregierung, die
Gesundheitsgefahr durch Uranmunition zu verharmlosen[23]. So sagte z. B. Rudolf
Scharping, als er noch Bundesminister war: “In
der Bundeswehr ist - genauso wie bei Polizei, Gerichten, Journalisten,
Politikern - die Häufigkeit bestimmter Erkrankungen völlig gleich ist… Ich
rede nicht von der statistischen Verteilung. Ich rede davon, ich zunächst
einmal kucken muss, ob es in der Bundeswehr eine auffällige Häufung von
Erkrankungen gibt. Dann kann ich prüfen, ob diese auffällige Häufung von
Erkrankungen - die es nicht gibt - in irgendeinem Zusammenhang mit dem Einsatz
steht. Und da kann ich nur sagen, erkennbar nicht. Alle Informationen, die ich
auf den Tisch bekomme, signalisieren, es gibt keinen Zusammenhang zwischen einer
aufgetretenen Leukämie, Krebs oder anderen Erkrankung und einem Einsatz im Balkan.[24] Die
Aussage von Minister Scharping besagt nur, daß er von Epidemiologie keine
Ahnung hat. Soldaten sind männlich, überwiegend jung und gesund, denn bei der
Musterung werden Kranke vorher aussortiert. Bei Gerichten, Journalisten und
Politikern ist das Durchschnittsalter deutlich höher und damit der
Gesundheitszustand häufig schlechter. Körperlich Schwache wurden nicht
aussortiert, da dieses keine Berufe mit körperlicher Belastung sind, wie etwa
Bauarbeiter, Landwirte und Seeleute. Für Leukämieerkrankungen spielt die körperliche
Konstitution eine entscheidende Rolle. Es erkranken immungeschwächte Menschen.
Sollte also tatsächlich die Leukämierate auf dem altersbedingt
durchschnittlich höheren Niveau von Richtern, Journalisten, Politikern
liegen, so ist das ein sehr bedenklich. Eine Vergleichsgruppe müßte ebenfalls
aus jungen, gesunden Männern bestehen, etwa Zivildienstleistende, die zuvor
nach den gleichen Kriterien tauglich gemustert wurden. Weitere Beispiele aus anderen Veröffentlichungen: z.B.:
Strahlenbelastung wurde oft aus 1 m Entfernung gemessen und angegeben: Aber
Uran 238 ist überwiegend ein Alpha-Strahler. Alpha-Strahlung hat in Festkörpern
und im Körpergewebe nur etwa 1 mm Reichweite und in Luft oder Dampf (Wilsonsche
Nebelkammer) etwa 7 cm. Somit ist von vornherein klar, daß man mit einem
Geigerzähler aus einem Meter Entfernung kaum etwas messen wird. Bereits geringfügig
erhöhte Werte sind hier schon ein Indiz für eine massive Gesundheitsgefährdung. z.B.:
Urankonzentration wurde oft gemessen und angegeben im Urin. „In
dieser Untersuchung, Soldaten, die im Kosovo eingesetzt waren - in der Nähe der
möglicherweise kontaminierten Gebiete -, Kontrollgruppe in der Zivilbevölkerung,
Kontrollgruppe bei anderen Soldaten: Es ist keine Abweichung feststellbar, mit
einer einzigen Ausnahme. Es gibt einen Menschen, der hat einen etwas erhöhten
Wert aufgewiesen, unkritisch, aber etwas erhöht, und das ist aufgeklärt
worden: Der hat jeden Tag drei Liter Mineralwasser getrunken"[26] Scharping
versucht uns also weiszumachen, daß das Mineralwasser die Ursache für die
Uranausscheidung ist. Gibt es etwa eine Uranbelastung im Mineralwasser?[27].
Logisch und wahrscheinlich ist folgender ursächlicher Zusammenhang: Uranoxid
wird als Staub inhaliert. Es wird vor allem in den Knochen abgelagert. Es ist
sehr schwer wasserlöslich. Aufgrund der nahezu Unlöslichkeit in Körperflüssigkeiten
kommt Uran im Urin nicht in großen Mengen vor. Die Ausscheidung liegt in der
Größenordnung Nanogramm/ml, die Urankonzentration im Urin liegt bei etwa 1
zu 1 Milliarde. Dieser Soldat hat seinen Körper mit drei Litern Flüssigkeit kräftig
durchgespült. Dadurch hat er geringe Mengen Uranoxid wieder ausgeschwemmt.
Mediziner nennen das "forcierte Diurese" und das ist eine allgemein
übliche Erste-Hilfe-Maßnahme bei Vergiftungen: riesige Trinkmenge, eventuell
kombiniert mit harntreibender Medizin. Das
deutsche Verteidigungsministerium hat Ende 1999 das Institut für Strahlenschutz
des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit bei München beauftragt,
zu untersuchen, ob DU krebserregend ist. Die Untersuchung wird von Dr. Paul
Roth geleitet. Er erklärt: "Wir
haben noch bei keinem der über 100 KFOR-Soldaten, die wir untersucht haben,
abgereichertes Uran im Urin gefunden. Bisher haben wir keinerlei Hinweis auf
einen Zusammenhang zwischen DU und den aufgetretenen Krankheitsfällen entdecken
können", erklärt er und vermutet, daß er auch bei weiteren
Untersuchungen nichts finden wird. Denn der Doktor weiß natürlich, daß Uran
kaum wasserlöslich ist. Wenn jedoch wider Erwarten Uran im Urin gefunden wird,
spricht dies schon für eine massive Gesundheitsgefährdung. z.B.:
Krebsrisiko: Von Randow[28]
beschreibt das Krebsrisiko von Uranmunition am Beispiel von Lungenkrebs.
Dessen häufigste Ursache ist das Rauchen und die zweithäufigste Radon. Das
Krebsrisiko durch Uranmunition ist nur halb so groß wie das durch
Radonbelastung aus „natürlichen“ Quellen bei Nichtrauchern[29].
Die Belastung durch Uranmunition führt viel häufiger zu Blutkrebs und
Knochenkrebs, da Uran ja im Knochen eingelagert wird als a-Strahler
mit Reichweite im Millimeterbereich vorwiegend die Knochenzellen (Osteoblasten)
und die Knochenmarkszellen schädigen wird. Deshalb ist der Vergleich des Lungenkrebsrisikos
von Uranmunition mit Radon und Rauchen unzureichend. Uranmunition, Nach
Berichten des US-War-Department vom 30.10.1943 hat Deutschland im Oktober 1943
den Einsatz von Radioaktivität als Kriegswaffe vorbereitet. Im Sommer 1943 hat
Deutschland die Wolfram-Importe aus Portugal gestoppt. Statt dessen wurde
befohlen, Uran für die Produktion von Hartmantelgeschossen zu verwenden. Damit
ist die Uranmunition eine Technologie aus Deutschland. Nach
Presseberichten hat der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern die Uranmunition in
den frühen siebziger Jahren weiterentwickelt[30]. Ein deutscher Professor
aus Göttingen erklärte, Rheinmetall hätte ihm angeboten, die Testschüsse mit
verschiedenen Projektilen aus abgereicherten Uran zu überwachen, die
Rheinmetall hergestellt hat. Nach Aussagen des Hamburger Friedensforschers Götz
Neudeck sei die Kanone des amerikanischen Panzers M-1, der die Uranmunition
verschießt, dieselbe wie die des deutschen Panzers Leopard II. Der Düsseldorfer
Rheinmetall-Konzern, der die Kanone für den Leopard II herstellt, besitzt auch
die Lizenz für die amerikanische Kanonenfertigung. Auch Messerschmidt-Bölkow-Blohm
hat Uranmunition über 17 Jahre lang getestet. Der Soldat Erich Schempp war
1982/83 beim Panzerbataillon 284 in Dornstadt bei Ulm stationiert. Während des
Urlaubs im Sommer 1983 wurden zwei Panzerbesatzungen per Telegramm aus dem
Urlaub geholt und nach Munster transportiert. Dort wurden mehrere Tage lang
Schießversuche durchgeführt. Den Soldaten wurde lediglich gesagt, es handele
sich um eine neue Munition mit höherer kinetischer Energie, die in der Lage wäre,
alle bekannten Panzerungen zu durchbrechen. Soldat Schempp bemerkte nach
seinem Einsatz in Munster ständige Müdigkeit und Kopfschmerzen, Schwächung
des Immunsystems. Deshalb war er seit 1985 in ärztlicher Behandlung. Erst
nachdem er in einer Fernsehsendung von Uranmunition erfahren hatte, konnte er
den Zusammenhang erkennen. Oberstabsarzt Reimann teilte auf seine Anfrage mit,
„seit wenigen Tagen sei bekannt, dass
die Bundeswehr Uranmunition getestet hätte.“ Das
Bundesverteidigungsministerium teilte dagegen mit, die Bundeswehr habe nie Tests
mit Uranmunition durchgeführt. Dem Soldaten wurde eine Untersuchung verweigert,
die er dann auf eigene Kosten vornehmen ließ: Die Haarprobe lag viele Jahre
nach der Exposition mit 0,134 µg Uran /g Haare noch eineinhalbmal über dem
Grenzwert von 0,866 µg/g. An
den folgenden weiteren Orten in Deutschland ist es zum Einsatz bzw. zu Zwischenfällen
mit der Uranmunition gekommen: 05.8.1981 in Fulda (Hessen): ein M-60 Panzer mit Uranmunition geriet in
Brand. 23.3.1982 in Lampertheim (Hessen): ein M-60 Panzer mit Uranmunition
geriet in Brand. 28.2.1985 in Schweinfurt (Bayern): ein Panzer mit Uranmunition brennt
aus. 19.3.1985 in Garlstedt/Altenwalde (Niedersachsen): Uranmunition wurde
verschossen. 17.9.1986 Grafenwöhr (Bayern): Uranmunition wurde verschossen. 14.8.1988 Grafenwöhr (Bayern): ein Panzer mit Uranmunition geriet in
Brand. 20.9.1988 Gollhofen (Bayern): ein M-60 Panzer mit Uranmunition geriet in
Brand. 23.9.1988 Oberaltertheim (Bayern): ein Panzer mit Uranmunition geriet in
Brand. 08.12.1988 Remscheid (NRW): ein Panzerabwehrflugzeug vom Typ Fairchild
A-10 stürzt über der Stadt ab. Es hatte wahrscheinlich Uranmunition an Bord. 7
Menschen, darunter der Pilot, versterben, 50 werden zum Teil schwer verletzt. 16.5.1990 Wildflecken (Bayern): Uranmunition wurde verschossen. Bis
1993 war das als „Warzenschwein“ bekannte A-10 Thunderbolt Kampfflugzeug,
welches mit seiner Kanone pro Sekunde 60 Schuss Uranmunition verschießt,
unter Geheimhaltung auf den Militärbasen in Nörvenich, in Ahlhorn, in
Sembach und Leipheim mit jeweils 60 US Soldaten stationiert. Ab 1992 wurden die
A-10 Thunderbolt mit den dazugehörigen US Einheiten dauerhaft in Spangdahlem
stationiert, von dort aus kamen sie in Bosnien und im Kosovo zum Einsatz. Der
frühere Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium, Hans Rühle,
hat zugegeben, brisante Information dem Verteidigungsausschuß des Bundestages
und sogar höchsten Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums verschwiegen zu
haben, Er habe damals »alles getan, diese
Informationen zu unterdrücken«, da sonst »eine
politisch-psychologisch hochgefährliche Situation entstanden« wäre, so
Rühle. Er habe gewußt, daß tausend strahlende Panzer mit Uranlegierungen in
der BRD durch die Gegend fuhren Und da es zu dieser Zeit Massenproteste gegen
die Stationierung von neuen US-Atomraketen in Westdeutschland gab, hätten
Schlagzeilen über krebsfördernde Panzerkolonnen auf deutschen Straßen das
Faß womöglich zum Überlaufen gebracht. Sein Bekenntnis zu klassischer
Desinformationspolitik bestätigt, daß uranbestücktes Kriegsgerät in der
Bundesrepublik Deutschland immer gegenwärtig war. Zum Weiterlesen Seit
dem erscheinen der zweiten Auflage im Juni 2000 sind zahlreiche neue
Informationen über Urangeschosse hinzugekommen. Die redaktionelle Arbeit an
dieser Broschüre bestand im wesentlichen darin, diese Informationen zu suchen,
auszuwählen und zu sortieren. Dabei ist natürlich auch einiges aus Platzgründen
weggefallen, denn es sollte bei einer Broschüre bleiben und kein Buch von 400
Seiten werden. Für Interessierte deshalb hier eine Liste der Quellen im
Internet, auch diese ist nicht vollständig. Bei der Auswahl sind die Seiten
angegeben, die wiederum auf mehrere Artikel verweisen, nicht jeder einzelne
Artikel zum Thema. Wir selbst haben die Seite http://www.uranmunition.de
eingerichtet, die neben
unseren eigenen Beiträgen eine umfangreiche deutschsprachige Artikelsammlung
enthält. deutschsprachige
Seiten: http://www.sdnl.nl/gunther-home.htm http://www.embargos.de/irak/envir-du/index.htm http://www.friedenskooperative.de/themen/gifte-00.htm http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/themen/DU-Geschosse/Welcome.html http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/puma/radio/Uran_Munition.html http://www.geowiss.uni-hamburg.de/i-boden/umunitio.htm http://www.medicine-worldwide.ch/enzyklopaedie/strahlenmedizin/balkansyndrom.htm http://www.vbs.admin.ch/ls/d/h_info/du/index.htm http://www.friwe.at/jugoslawien/krieg/vernichtung/vernichtung.htm http://www.bessereweltlinks.de/book51e.htm
und /book60h.htm http://www.gib.squat.net/uran/ http://www.thur.de/philo/kriegnavi.htm http://www.generationenprojekt.de/1991/Texte/Ellis-1991.html http://www.subversiv.freewebsites.com/gs/2001-01/uranmunition.html http://www.wehrpolitik.com/noframe/maerz2001/uranmunition.html http://de.indymedia.org/2001/05/2608.shtml http://www.ippnw.de/frieden/du/urangina.htm http://www.netzwerk-regenbogen.de/uran_muni050201.html und
weitere Seiten zu Uranmunition auf
http://www.netzwerk-regenbogen.de/ http://www.kpoe.at/vs/0166.htm http://www.dkp-sh.de/norderstedt/URAN.htm http://www.kpd.net/rmarchiv/rf09003.htm http://www.dju-hamburg.de/krieg.htm http://studsem-bs.de/2/ausbild/physik/uranmuni.htm http://www.nato-tribunal.de/krusewitz.htm und
weitere Beiträge zu Uranmunition auf http://www.nato-tribunal.de/ http://www.dfg-vk.de/krieg/k170.htm
und weitere
Beiträge auf http://www.dfg-vk.de/ niederländische,
skandinavische und englischsprachige Seiten: http://www.stopnato.org.uk/duwatch/ http://www.eoslifework.co.uk/u23.htm http://www.miltoxproj.org/DU/DU_Titlepage/DU_Titlepage.htm http://www.americanstateterrorism.com/weapons/DepletedUranium.html http://www.ius.bg.ac.yu/apel/du.html http://www.antenna.nl/wise/uranium/#DU http://www.agroeco.nl/~wise/uranium/index.html http://www.peacelink.nu/Atomvapen/Uran_ammunisjon.html http://www.fred.dk/artikler/forringe.htm1 http://www.folkkampanjen.se/du200101.html http://www.iacenter.org/depleted/ http://www.fas.org/man/dod-101/ http://www.inesglobal.com/publication/ines_proceedings/workshop_5.htm/siegwart.htm und hier weitere
ausführliche Informationen in gedruckter Form:
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B.o.A.-Agentur Nord der Deutschen
Friedensgesellschaft - Vereinigte
KriegsdienstgegnerInnen Postfach 1426, 24904 Flensburg |
B.o.A.-Agentur Süd der Deutschen
Friedensgesellschaft - Vereinigte
KriegsdienstgegnerInnen Alte Allee 48, 81245 München |
und im Internet: www.bundeswehrabschaffen.de
Im Rahmen der Kampagne zur Abschaffung der Bundeswehr sind folgende
Informationsbroschüren erschienen:
Bundeswehr
abschaffen! – Argumente
Ein Leitfaden für diejenigen, die gerne wissen wollen, warum die
Bundeswehr überflüssig und schädlich ist und eine Argumentationshilfe für
diejenigen, die sie immer schon für schädlich und überflüssig hielten.
Mörder
soll man Mörder nennen
Zur angemessenen Beschreibung
der Tätigkeit von Soldaten nicht nur im Krieg
Eine Zusammenstellung der wichtigsten literarischen und philosophischen
Zitate aus drei Jahrtausenden und eine Zusammenfassung der aktuellen politischen
und juristischen Diskussion zum Themenkomplex „Soldaten sind Mörder“.
Zivil
handeln
Diese Broschüre beschäftigt sich mit den nichtmilitärischen
Alternativen. Sie zeigt auf, daß es einfach falsch ist, wenn die Politiker
behaupten, es gäbe zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen oder
Durchsetzung humanitärer Ziele nur Militär.
Wer
keine Nazis mag, darf die Bundeswehr nicht rechts liegen lassen
Jede Armee ist ausländerfeindlich.
Militarismus und Faschismus haben Ähnlichkeiten im Wertesystem. Es ist keine
Zufall daß Menschen mit rechtsradikaler Gesinnung gerne zur Bundeswehr gehen, während
Demokraten alles tun, die Wehrpflicht zu umgehen. Dies gilt um so mehr, als
diese Bundeswehr jetzt zum weltweiten Kampfeinsatz bereit ist.
Wie
Militär Demokratie verhindert
In dieser Broschüre wird nachgewiesen, daß der Dienst bei der
Bundeswehr gegen beinahe alle Artikel des Grundgesetzes verstößt und unsere
Notstandsgesetze die freiheitlich-demokratische Grundordnung außer Kraft
setzen.
Wie
Militär zur Gewalt gegen Frauen beiträgt
Diese Broschüre will aufzeigen, daß Frauen in militärischen Zusammenhängen
gleichzeitig Mitunterstützerinnen, Mittäterinnen und Opfer sind. Darüber
hinaus gibt es Informationen über die militärische Verplanung der Frauen in
unserer Gesellschaft.
Wie
vermeide ich die Wehrpflicht?
Ein praktischer Ratgeber für alle jungen Männer, die auf keinen Fall
Dienst bei der Bundeswehr ableisten wollen, aber auch den Zivildienst als
Zwangsdienst ablehnen.
Wie
verweigere ich die Kriegssteuerzahlung?
Wer nicht gerne bereit ist, Rüstung und Militär durch seine
Steuergelder zu finanzieren, findet hier praktische Tips im Umgang mit den
Finanzbehörden und konkrete Ratschläge zur Steuerersparnis.
Ja, ich will
gerne folgende Broschüren lesen:
¨
„Bundeswehr abschaffen! - Argumente“
¨
„Mörder soll man Mörder
nennen“
¨
„Wer keine Nazis mag, darf die
Bundeswehr nicht rechts liegen lassen“
¨
„Wie Militär Demokratie
verhindert“
¨
„Wie vermeide ich die
Wehrpflicht?“
¨
„Wie Militär zur Gewalt gegen
Frauen beiträgt“
¨
„Wie
verweigere ich die Kriegssteuerzahlung?“
¨ Bitte schickt mir den B.o.A.-Rundbrief regelmäßig zu, mit
der Speicherung meiner Adresse für diese Zwecke bin ich einverstanden
¨ Ich
bin bereit, bei Aktionen gegen die Bundeswehr mitzumachen, bitte ruft mich an
unter Tel.Nr.:
_________________________________________________________
¨ Ich bin
bereit, Aktionen für die Abschaffung der Bundswehr mitzufinanzieren, bis zu
Euro:
____________________________________
¨ Ich spende für
die Arbeit der B.o.A.-Agentur Euro___________________________, Scheck anbei
Absenderadresse:
Name:_______________________________________________________________
Straße:
______________________________________________________________
PLZ/Wohnort:_________________________________________________________
Seite kopieren oder
heraustrennen, einmal falten, dann paßt sie in jeden Fensterumschlag:
|
An
die B.o.A.-Agentur
Nord der
Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte
KriegsdienstgegnerInnen Postfach
1426, 24904
Flensburg |
Ja, ich will
auch Mitglied der DFG-VK werden:
"Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der
Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten."
Ich unterstütze diese
Grundsatzerklärung der DFG-VK und erkläre meinen Beitritt:
Vorname_______________________
Name_______________________________
Geburtsdatum___________________
Berufsziel/Beruf_______________________
Straße_________________________
PLZ/Wohnort_________________________
Datum_________________________
Unterschrift__________________________
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Beitragsstufe 6 Förderbeitrag
(20,00 Euro im Monat)
¨
Beitragsstufe 5 Förderbeitrag
(15,00 Euro im Monat)
¨
Beitragsstufe 4 Förderbeitrag
(10,00 Euro im Monat)
¨
Beitragsstufe 3 Normalbeitrag
( 6,00 Euro im Monat)
¨
Beitragsstufe 2 ermäßigter
Beitrag ( 3,00 Euro im Monat)
¨
Beitragsstufe 1 Mindestbeitrag
( 1,50 Euro im Monat)
Darüberhinaus
kann ich DM_______________________________ monatlich spenden.
Zahlungsart:
Wir bitten
darum, uns die Abbuchung der Mitgliedsbeiträge von Deinem Girokonto vornehmen
zu lassen. Jede andere Zahlungsart ist teurer. Und wir wollen Geld lieber für
politische Arbeit verwenden als für den Versand der Überweisungsformulare und
Buchhaltung.
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Abbuchung (bitte Einzugsermächtigung
ausfüllen)
Einzugsermächtigung:
Hiermit ermächtige ich die
DFG-VK bis auf Widerruf, meinen Mitgliedsbeitrag von meinem Konto abbuchen zu
lassen:
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Bankleitzahl____________________________
Bankinstitut___________________________________________________________
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der
Kontoinhaberin:_____________________________________________________
____________________________________________________________________
Ort
Datum
Unterschrift der Kontoinhaberin
Zahlungsrhythmus:
¨
jährlich
¨
halbjährlich
Ich bin damit einverstanden,
daß meine personenbezogenen Daten bei der DFG-VK gespeichert werden. Die
DFG-VK sichert die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu.
[1] einen Teil der veröffentlichten Beiträge haben wir auf der Internetseite http://www.uranmunition.de dokumentiert.
[2]Beim
amerikanischen Militär wird davon ausgegangen, dass 20% des eingeatmeten
Uranstaubes in den Knochen und 12% im Nierengewebe eingelagert wird, siehe
http://www.per.hqusareur.army.mil/services/safetydivision/radiation/_private/u238.htm
[4]
Dutch Journal of Medical Science, May 2001, und ‘De Standaard’,
5.5.2001,
[5]
Akute Schwermetallvergiftung durch Uran, Funktionsstörungen
von Nieren und Leber. Die geschädigte Leber ist nicht in der Lage, die
Eiweißsynthese und den notwendigen kolloidosmotischen Druck aufrecht zu
erhalten, so daß es zur Bauchwassersucht (Ascites) kommt.
Wassereinlagerungen in den Gliedmaßen sind nicht zu sehen. Es handelt sich
nicht um die Folge einer Eiweißmangelernährung. (Foto:
Prof. Dr. Dr. med. habil Siegwart Horst Günther)
[6]
(Foto: Prof. Dr. Dr. med. habil Siegwart Horst Günther)
[7]
(Foto: Prof. Dr. Dr. med. habil Siegwart Horst Günther)
[8]
(Foto: Prof. Dr. Dr. med. habil Siegwart Horst Günther)
[9]
(Foto: Prof. Dr. Dr. med. habil Siegwart Horst Günther)
[10]
Der Vortrag wurde von Prof.
Dr. Dr. Günther am 10. April 2000 auf der DFG-VK Veranstaltung zur
Ausstellungseröffnung „ULUS – Offenes Kriegsatelier“ in der Stadtbücherei
Flensburg gehalten
[11]
“Cancer surge on bomb range island”, BBC, by Matthew Chapman, Vieques,
4.2.2001
For more information contact: Committee for the Rescue
and Development of Vieques
PO
BOX 1424, Vieques, Puerto Rico 00765 Tel. 787 -741-0716 Email oficina@prorescatevieques.org
http://www.viequeslibre.org
Die Marine verwaltet seit 1938 fünf sechstel der Insel direkt
und benutzt die Insel für Kriegsmanöver und Bombenlagerung.
[12]
siehe auch: UNEP - Umweltorganisation der Vereinten Nationen, Berichte 1999
und 2001
"Depleted Uranium in Serbia and Montenegro:
Post-Conflict Environmental Assessment in the federal Republic of
Yugoslavia". http://postconflict.unep.ch
[13]
Meldung der jugoslawischen Presseagentur BETA vom 22.7.2002
[14]
Glas Javnosti vom 4.1.2001, zitiert nach Süddeutsche Zeitung vom 5.6.7.
Januar 2001
[15]
Bericht der Atomic Energy Agency, geht davon aus, daß Amerikaner und Briten
im Golfkrieg etwa 25 Tonnen DU verschossen haben. "Wenn
diese Menge DU eingeatmet werden würde, dann würde das genügen, um
500.000 Menschen umzubringen", und daß "diese
offensichtlich theoretische Zahl zwar nicht real ist, sie aber trotzdem die
Größenordnung des Problems andeutet." "Nuclear
adviser issued shells alert", by Michael Evans, Defence Editor, The
Times, Monday, January 15 2001
[16]
"Kostunica: DU use is criminal", Kathimerini, Athen, 15.1.2001
[17]
Die markierten Gebiete zeigen die Positionen an, wo
eines oder mehrere Flugzeuge mit Uranmunition angegriffen haben. Die
Markierungen sind nicht präzise, Die Quelle der Daten für die bezeichneten
Gebiete waren Pilotenbesprechungen nach Einsätzen mit flexibler Zielauswahl
während der Operation Allied Force. Die Besatzungstruppen der Amerikaner
und Briten haben ihre Sektoren im relativ weniger betroffenen Ostkosovo, die
Deutschen halten bei Prizren im Südwesten das am stärksten verseuchte
Gebiet
[19]
US-Patent Nr. 6,389,977 (aus 1997) Claim 5:
„The shrouded aerial bomb as claimed in Claim 1 wherein the penetrating
body is formed of depleted uranium“
[20]
„by state of the art mass spectometry analysis“, so
Durakovic
[21]
Aftenposten(Norwegen) vom 31.01.01, Autor: Ulf Andenæs.
[22]
http://www.rimbaud.freeserve.co.uk/dhap99f.html#VDKEUR
siehe auch: http://www.sdnl.nl/bijlmer.htm
und http://www.sdnl.nl/ziezo-35.htm
[23]
Ein ausführlicher Beitrag, der sich mit Aussagen aus „Welt“ und
„Zeit“ sowie einem Interview mit Rudolf Scharping (in seiner Funktion
als Bundesverteidigungsminister) auseinandersetzt, ist unter http://www.bundeswehrabschaffen.de/archiv/halbew.zip
zu lesen, hier wenige Auszüge.
[24]
entnommen aus dem ZDF Interview von Eser, war dokumentiert auf http://www.bundeswehr.de
[25]
Soldat Schempp hat es richtig gemacht und nicht den Urin, sondern seine
Haarprobe untersuchen lassen die einen eineinhalbfach erhöhten Wert aufwies
(s.u.) Bei einer Untersuchung von 400 Soldaten, die im Golfkrieg im
Einsatz waren, wiesen 280 (70%) erhöhte Uranwerte im Körpergewebe auf,
jedoch nur 17 (4,3%) ebenfalls im Urin. Und auf der Seite des kanadischen
Militärs sagt Mitch Gillett den Veteranen , daß eine 24-h-Sammelurinprobe
nicht genügt, sondern immer mit einer Haarprobe kombiniert werden muß. http://www.dnd.ca/menu/maple/vol_4/vol4_02/dnews_e.htm
[26]
entnommen aus dem ZDF Interview von Eser, war dokumentiert auf http://www.bundeswehr.de
[29]
http://www.bullatomsci.org/issues/1999/nd99/nd99vonhippel.html
Fetter und von Hippel nennen als Lebenszeitprävalenz für Lungenkrebs durch
Radon 1:20000. Für Uranmunition läge sie demnach bei 1:40000. Dies entspräche
für die Zweimillionenbevölkerung des Kosovo etwa 50 Lungenkrebstodesfälle
und die gehen in der viel höheren Zahl der Radon- und Tabaktoten
statistisch unter.
[30]
„Der Spiegel“ (4-2001)
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