Thesen für den Frieden

- 29 Friedensthesen

Der Krieg ist der Vater allen Rückschritts.

Arnold Zweig, Schriftsteller

Es gibt keinen Weg zum Frieden. der Friede ist der Weg.

Mahatma Gandhi

Ich weiß nicht, wie der dritte Weltkrieg geführt wird, aber ich weiß, dass man den vierten mit Keulen und Steinen führen wird.

Albert Einstein

Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.

Kurt Tucholsky, ;,Der bewachte Kriegsschauplatz'`, 1931

Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen.

Franz-Josef Strauß

Schon im Frieden müssen die Höllennester ausgenommen werden, wo die Instrumente des Krieges fabriziert werden.

Carl von Ossietzky, 1929                   .

Krieg ist ein Versuch, anderen gewaltsam ein Teil dessen wegzunehmen, was sie besitzen und was wir selber haben wollen.

Jonathan Swift (1667 -1745)

Auge um Aug führt nur dazu, dass die ganze Welt erblindet.

Mahatma Gandhi

Wenn Töten Sünde ist, so kann Töten en masse doch unmöglich ein mildernder Umstand sein…

Victor Hugo

Wir sind entschlossen, alle deutschen Streitkräfte zu entwaffnen und aufzulösen.

Potsdamer Abkommen, 1945

Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein Hirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde… Töten im Krieg ist meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord.

Albert Einstein

Der Krieg besteht nicht darum weiter, weil es Böses gibt, sondern weil man ihn immer noch für gut hält.

Bertha von Suttner (1843 - 1914), Friedensnobelpreisträgern 1905

jeder Krieg birgt gewissermaßen einen neuen in seinen Falten.

August Bebel

Den Krieg hasste ich aus ganzem Herzen. und es wollte mir nicht in den Kopf, dass Totschlagen sonst das grösste Verbrechen war. im Krieg aber richtig und gut sein sollte.

Lea Grundig, „Gesichter und Geschichte

Kriege, was auch immer ihr Ziel sein mag, schaden der ganzen Menschheit, sie schaden auch den Völkern, die Sieger bleiben.

Henri de Saint-Simon (1760 - 1825, Die Industrie'

Dem Kriege opfert man den Reichtum der Völker und Millionen Menschenleben. Auch die Wissenschaft und die Kultur.

Konstantin Paustowskij (1892 -1968), „Devonkalk"

Wenn die einfachen Menschen laut, vernehmbar und eindeutig erklären: Wir wollen keinen Krieg, dann können jene, die den Krieg vorbereiten, die ihn schüren, an ihm verdienen wollen, keinen Krieg machen.

Maximilian Scheer (1896 -1978), „Kannibalen und ihre Ärzte"

Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, müssen auch die Bollwerke des Friedens im Geist der Menschen errichtet werden.

Verfassung der UNESCO, Präambel

Als der Mensch unter den Trümmern seines bombardierten Hauses hervorgezogen wurde, schüttelte er sich und sagte: Nie wieder! Jedenfalls nicht gleich.

Günther Kunert, „Über einige Davongekommene", 1950

Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.

Bertold Brecht, 1952

Ein sachliches Erwägen der Kriegsursachen wird erweisen, dass alle Kriege zum Vorteil, der Fürsten vom Zaun gebrochen und stets Zum Nachtei! des Volkes geführt wurden, da ja das Volk nicht im geringsten daran interessiert war.

Erasmus von Rotterdam, "Die Klage des Friedens` 1517

Keine Waffen sollen mehr auf Erden geschmiedet werden, die Völker keine Kriegslieferung mehr steuern.

Kaiser Aurelius Probus

Aber nein, gnädige Frau. Das Militär ist zu gar nichts nütze! Sie schmarotzen und saugen das arme Volk aus und lernen nichts außer Morden und Metzeln.

Guy de Maupassant (1850 - 1893)

Wenn hingegen die große Mehrheit des werktätigen Volkes zu der Überzeugung gelangt, dass Kriege eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind Kriege unmöglich geworden.

Rosa Luxemburg, 1914

So zeigt eine amerikanische Untersuchung, dass eine Milliarde Dollar Endnachfrage in der Rüstungsindustrie 75 710 Arbeitsplätze schaffen könne, in der Bauindustrie aber 100 072, im Gesundheitswesen 138 939 und im Erziehungswesen sogar 187 299.

Frankfurter Rundschau, 1981

Ein kluger Kopf passt unter keinen Stahlhelm.

Albert Einstein

Du, Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt, wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen, sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!

Wolfgang Borchert, „Dann gibt es nur eins!", 1947

Jede Bundeswehr muss grundsätzlich bereit sein, sich um einer besseren politischen Lösung willen in Frage stellen zu lassen.

Gustav Heinemann, Bundespräsident, 1969

Krieg ist eine Auseinandersetzung, bei der sich viele, die sich nicht kennen, töten auf Befehl von wenigen, die sich sehr wohl kennen, sich aber nicht töten!