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Die kranke Halswirbelsäule oder das HWS-Syndrom

Wie lange?

2 bis 4 Wochen, eventuell mehr.

Wer wird krank?

Besonders geeignet für Leute, die sowieso verspannte Muskeln im Nacken haben (fühlt sich dann neben der Halswirbelsäule und am Übergang zu den Schultern ziemlich hart an).

Beschwerden

  1. Kopfschmerzen. Ein dumpfer, ständiger Druck hinter den Augen, die Schläfern tun weh und die ganze Stirn, manchmal auch der Hinterkopf auf beiden Seiten oder nur an einer Seite. (Die Nervenendungen für den ganzen Kopf kommen am Nacken aus dem Wirbelkanal und werden von den harten Muskeln gedrückt, das führt zum Schmerz).
  2. Manchmal hast du auch ein leichtes Schwindelgefühl, als ob es schwankt oder sich dreht. Häufiger war es auch, nachdem du den Kopf sehr schnell nach einer Seite gedreht hast. Mach das aber nicht vor.
  3. Manchmal ist dir auch ein bißchen übel.
  4. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist nicht so gut wie sonst. Du kannst den Kopf nicht so weit zur Seite drehen, es schmerzt irgendwann und du ziehst die Schultern mit rum. Auch beim Kopfnicken nach vorn und hinten tut es weh, besonders wenn du das Kinn an die Brust drückst. Dasselbe, wenn du den Kopf seitlich neigen willst. Du ziehst dann unwillkürlich die Schultern nach oben, zu der du den Kopf neigst. Aber langsam, nicht ruckartig. Du mußt mal zu hause probieren. Bei manchen Leuten knirscht es bei Bewegungen sowieso. Dann mußt du natürlich auch darüber klagen.
  5. Wenn die Muskeln am Nacken besonders hart sind, hast du unheimliche Nackenschmerzen noch dazu.
  6. Manchmal ziehende Schmerzen an einem oder beiden Armen, Außenseite Ober- auch Unterarm. Das hast du aber nicht ständig, eher nachts als tagsüber.
  7. Dazu fühlt sich die Haut auch noch komisch an, wie Pelz.
  8. Die Kraft deiner Hände ist ein- oder beidseitig verringert.

Wes tut dein Freund und Helfer?

Er sucht die eingeschränkte Beweglichkeit und nach Muskelverspannungen im Nacken. Er wird auch mit dem Reflexhammer auf deinem Arm rumklopfen, ist aber alles in Ordnung. Er wird Blutdruck messen. Zum Röntgenarzt schicken. Kannst du ruhig über dich ergehen lassen, relativ geringe Strahlenbelastung beim Röntgen der Halswirbelsäule. Manchmal findet sich das eine oder das andere, was zu späteren erneuten Krankheitsfällen Anlaß geben könnte, wäre doch toll. Auf jeden Fall solltest du bei der Röntgenuntersuchung den Kopf steif und den Nacken gerade halten. Das zeigt dann die sog. Streckhaltung im Röntgenbild, was als unwillkürlicher Hinweis darauf gilt, daß du Schmerzen hast.

Eventuell Blutuntersuchung, bringt auch bei echten Schmerzen nichts.

Woran denkt er noch?

Nasennebenhöhlenentzündung, Überweisung zum HNO-Arzt, auch nicht schlimm. Der will vielleicht nochmal röntgen. Vielleicht noch Überweisung zum Orthopäden. Bringt vielleicht eine Verlängerung.

Behandlung

Tabletten in den Müll

Spritzen, keine. Wärme, Rotlicht, Fangopackungen mit anschließender Massage - das tut gut. Stangerbäder, Bindegeweb´s- oder Reflexzonenmassage, Krankengymnastik.

Kontrolle

Wenn du keine Muskelverspannungen hast und auch das Röntgenbild ist in Ordnung, würde ich lieber kneifen und mal ganz schnell gesund werden. Wenn was gefunden wurde, geh ruhig hin.

Warnung

Falls du das häufiger hast, kommen die vielleicht auf die Idee, mal den Rückenmarkskanal zu punktieren (zumindest, wenn du unter anderem auch beim Neurologen gelandet bist). Laß das nur nicht zu.

Oder um den Schmerz zu beheben, Röntgentiefenbestrahlung, auch das nicht.

Würdigung, dieser ach so werten Krankheit

30% der Leute, die sich krankschreiben lassen, haben was an der Wirbelsäule.

Die Beschwerden treten alle halb Jahr mal wieder auf. In diesem Fall sind es Haltungsschäden. Besonders geplagt sind Schüler und Studenten, die soviel am Schreibtisch sitzen müssen, Sekretärinnen, Büroangestellte, Klavierspieler, Falschspieler, Taxifahrer und du.

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