pazifistische Materialien

Hier kann dieses Flugblatt downgeloadet werden.
Die Materialien sind im Word-Format und mit WinZip "gepackt". Das Programm WinZip gibt's als unlizenzierte Version unter
http://www.winzip.de 

Download (1,9 MByte)


 

Abrüstung

statt Sozialabbau

Für die Beschaffung neuer Rüstungsgüter wird mehr Geld ausgegeben:

 

Eurofighter                                     10,9 Milliarden Euro

Transporthubschrauber NH 90       3,5 Milliarden Euro

Kampfhubschrauber Tiger               2,5 Milliarden Euro

U-Boote U 212                                2,1 Milliarden Euro

Fregatten F 124/125                       1,25 Milliarden Euro

Militär-Satelitensystem SATCOM 820 Millionen Euro

 

Hier soll gespart werden:

·          Gesundheitsvorsorge

·          Rentensicherung

·          Behandlung von Krankheiten

·          Fahrtkosten für Kranke

·          Zahnersatz

·          Rehabilitationsmaßnahmen

·          Schulen und Kindergärten

·          Arbeitslosenunterstützung

·          Sozialhilfe

Deutsche Friedensgesellschaft

Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

http://www.bundeswehrabschaffen.de

 

(Herausgeber DFG-VK Hamburg-Schleswig-Holstein, PF 1426, 24904 Flensburg, verantwortlich: Ralf Cüppers)

 

Rüstungsausgaben sind sozial schädlich

Wenn Steuermittel im sozialen Bereich eingesetzt werden, so sind das zu über 90 % Löhne und Gehälter der Arbeitskräfte. Nur etwa 10 % werden für Arbeitsmittel und Gebäude aufgewendet.

In der Waffenproduktion werden weniger als die Hälfte der Steuermittel für Löhne und Gehälter eingesetzt. Über die Hälfte der eingesetzten Steuermittel gehen dagegen für die Beschaffung von Arbeitsmitteln, Rohstoffen, Energie und die Gewinne der Rüstungsunternehmen verloren. Deshalb sind die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie volkswirtschaftlich die teuersten Arbeitsplätze.

Die Produktion und die Beschaffung von Rüstungsgütern zerstört doppelt:

Im Vor-Kriegsfall das Sozialwesen und im Kriegsfall die Existenzgrundlage.

Rüstungsarbeitsplätze sind die teuersten Arbeitsplätze

Ein Arbeiter in der Rüstungsindustrie

kostet den Steuerzahler

130.000 Euro im Jahr,

davon erhält der Arbeiter noch nicht einmal ein Drittel als Bruttolohnsumme

Eine Gymnasiallehrerin

kostet den Steuerzahler

52.000 Euro im Jahr

Arbeitgeberbrutto

Für jeden Beschäftigten in der Rüstungsindustrie könnten zweieinhalb zivile Arbeitsplätze geschaffen werden!

Eurofighter Typhoon

Ein einzelner Eurofigh­ter Typhoon kostet 92 Millionen Euro, das ent­spricht 2.100 Jahresge­hältern für ErzieherIn­nen. Insgesamt sollen Eurofighter für 10,9 Milliarden Euro ange­schafft werden. Für diese Geldmenge könnten mehr Menschen ein AltenpflegerInnen-Jahresgehalt bekommen, als die Stadt Kiel Einwohner hat.

Für die militärischen Transporthubschrauber NH90 sollen insgesamt 3,5 Milliarden Euro verschwendet werden.

Das reicht für rund 70.000 LehrerInnen-Jahresgehälter.

Eine einzelne Fregatte des Typs F124 kostet 762 Millionen Euro, genug Geld für weitere 14.000 Lehrer. Weitere 40.000 Lehrer könnten wir von den Kosten der UBoote U 212 bezahlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kriege kosten Geld und Leben

Trotz Sparmaßnahmen in fast allen anderen Haushaltsbereichen bleibt der Rüstungsetat fast unangetastet. Der drittgrößte Posten im Bundeshaushalt, z. Z. 24,4 Mrd. Euro wird für Waffen und Soldaten ausgegeben. Um die teuren Waffenkäufe möglich zu machen, werden andere Kosten bei der Bundeswehr reduziert. Kasernen werden geschlossen, die Zahl der Soldaten reduziert. Trotzdem sieht die langfristige Planung der Bundeswehr ab 2007 eine Erhöhung des Bundeswehretats um eine Milliarde Euro vor. Bis 2010 sollen fast 45 Mrd. Euro für neue Waffensysteme ausgegeben werden.

NEIN zum Sozialabbau - Ja zur Abrüstung!

Sozialabbau findet nicht allein statt, um die Rüstung zu finanzieren. Doch die Rüstungsausgaben zeigen, wo unsere Regierung die Prioritäten falsch setzt! Wenn durch eine verfehlte Steuerpolitik und eine Umverteilung von unten nach oben zu wenig Geld im Haushaltssäckel ist, dann gäbe es im Rüstungsbereich viele Einsparungsmöglichkeiten. Rüstung nutzt niemandem! Auch das immer wieder gern genutzte Argument der Arbeitsplätze zieht nicht: Ginge es nur um die Schaffung von Arbeitsplätzen, müssten LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, SteuerfahnderInnen und Pflegekräfte usw. finanziert werden. Der Staat finanziert das Militär als Mittel der Machtpolitik, um Kriege führen zu können, nicht um Arbeitsplätze zu schaffen.

Wir brauchen eine Lobby für Abrüstung

Die Interessen der Rüstungsindustrie werden von den Politikern wahrgenommen. Nur wenn Bürgerinnen und Bürger ein Gegengewicht zu den Interessen der Rüstungsindustrie aufbauen und von unten Druck auf die Politiker ausüben, wird die Abschaffung der Bundeswehr möglich sein. Damit wäre genug Geld vorhanden für die Lösung sozialer Probleme. Die Beschäftigten der Rüstungsindustrie müssten dabei nicht arbeitslos werden. Die Rüstungsindustrie ist technisch in der Lage Produkte zu entwickeln und herzustellen, die dem Leben und dem Frieden dienen. Einzelne Rüstungsunternehmen haben bereits damit begonnen, auch zivile Produkte herzustellen. Dabei könnten die Menschen, die noch Kriegswaffen herstellen, eine sinnvolle Aufgabe bekommen.

Was jeder tun kann

Verbreitet Argumente für die Abschaffung der Bundeswehr! Verteilt Flugblätter im Bekanntenkreis! Ihr könnt bei der DFG-VK Flugblätter, Plakate, Aufkleber und Broschüren für die Abschaffung der Bundeswehr kostenlos bekommen, oder ihr könnt selbst welche herstellen. Findet weitere Menschen, die sich für die Abschaffung der Bundeswehr engagieren wollen! Organisiert Euch in Friedensgruppen – z. B. in der DFG-VK!

Warum die Abschaffung der Bundeswehr notwendig ist:

Militär löst keine Probleme.

Wir wollen eine Völkergemeinschaft, die Konflikte zivil bearbeitet, nach den Grundsätzen der Humanität und der Gerechtigkeit, ohne kriegerische Auseinandersetzungen.

Militär kann nur zerstören

Die militärische Verteidigung von modernen Industriestaaten ist nicht möglich. Die anfällige Infrastruktur würde zerstört, Atomkraftwerke und Chemiefabriken bringen den Tod über die eigene Bevölkerung. Militär zerstört im Einsatz genau das, was es zu schützen und bewahren vorgibt.

Militär ist undemokratisch

Armeen funktionieren nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam. Das steht im Gegensatz zu freiheitlichen, selbstbestimmten Lebensformen.

Abrüstung in Deutschland …

ist ein wichtiger Impuls für weitere Abrüstung in Europa und weltweit! Wer wirklich friedliche Konfliktlösung will, muß mit gutem Beispiel vorangehen und mit der Abrüstung beginnen.

 

Weitere Informationen im Internet:

http://www.bundeswehrabschaffen.de

Im Rahmen der Kampagne zur Abschaffung der Bundeswehr sind folgende Materialien erschienen:
(siehe auch: www.bundeswehrabschaffen.de/material/material.htm)

Ja, ich will gerne folgende Broschüren lesen:

¨ Bundeswehr abschaffen! – Argumente

Ein Leitfaden für diejenigen, die gerne wissen wollen, warum die Bundeswehr überflüssig und schädlich ist und eine Argumentationshilfe für diejenigen, die sie immer schon für schädlich und überflüssig hielten.

¨ Wie Militär Demokratie verhindert

In dieser Broschüre wird nachgewiesen, daß der Dienst bei der Bundeswehr gegen beinahe alle Artikel des Grundgesetzes verstößt und unsere Notstandsgesetze die freiheitlich-demokratische Grundordnung außer Kraft setzen.

¨ Mörder soll man Mörder nennen

Zur angemessenen Beschreibung der Tätigkeit von Soldaten nicht nur im Krieg

Eine Zusammenstellung der wichtigsten literarischen und philosophischen Zitate aus drei Jahrtausenden und eine Zusammenfassung der aktuellen politischen und juristischen Diskussion zum Themenkomplex „Soldaten sind Mörder“.

¨ Uran-Geschosse

Wissenschaftliche und politische Hintergrundinforma­tionen über die nachhaltige Kriegführung der NATO

¨ gerne das Plakat:

weitere Plakate unter

www.bundeswehrabschaffen.de/material/plakate/plakate.htm

und Aufkleber unter

www.bundeswehrabschaffen.de/material/kleber/kleber.htm

Absenderadresse:

Name:_______________________________________________________________

Straße: ______________________________________________________________

PLZ/Wohnort:_________________________________________________________

Seite kopieren oder heraustrennen, einmal falten, dann passt sie in jeden Fensterumschlag:

 

 

An die

Deutsche Friedensgesellschaft -

Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

Postfach 1426,

24904 Flensburg