ACHTUNG: Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz befindet sich zurzeit noch in der Erprobung. Je nach Geburtsjahrgang sind zurzeit unterschiedliche Handlungsweisen sinnvoll. Ab Geburtsjahrgang 2008 (und jünger) sollte schon jetzt ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt werden (geht ab 17½). Dieser Jahrgang wird der erste sein, der laut Planungen der Bundesregierung vom Erfassungsbogen und von der Musterung betroffen sein wird. Wer einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellt muss allerdings zur Musterung um anerkannt zu werden.

Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz ist vom Bundestag verabschiedet worden. Bei KDV-Anträgen aus den Jahrgängen 1993 bis 2009 kann es (muss aber nicht) ein KDV-Verfahren geben auch ohne vorherige Musterung. Wie die Bundeswehrverwaltung handelt müssen wir erst erfahren.  

Alle sollten einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung vorbereiten: Antrag, Begründung und Lebenslauf (siehe unten). Das sind drei einzelne Dokumente, die jeweils mit Ort, Datum und Unterschrift versehen werden müssen. Alle drei Dokumente in einem Umschlag abschicken an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Militärringstr. 1000, 50737 Köln.

Wende dich an eine unserer Beratungsstellen und schau auf unsere Homepage.

 

Für das KDV-Verfahren sind folgende Unterlagen notwendig:

1. Antrag auf Kriegsdienstverweigerung

Hiermit verweigere ich den Kriegsdienst aus Gewissensgründen und berufe mich dabei auf das Grundgesetz Artikel 4 Absatz 3.

 

2. Schriftliche Begründung

In dieser Begründung ist die Gewissensentscheidung darzulegen, die der Antragstellerin/dem Antragsteller zwingend verbietet, einen Dienst mit der Waffe zu leisten.

Zur Anregung:

– KDV ist eine persönliche und subjektive Einzelentscheidung, deshalb immer die Ich-Form verwenden und nicht das unpersönliche „man“.

– Wie haben Erziehung und Sozialisation mich wodurch beeinflusst?

– Wie ist meine Einstellung zu menschlichem Leben geprägt worden?

– Wie würde ich innerlich reagieren, wenn ich für den Tod eines Menschen verantwortlich wäre?

– Was hat Krieg mit der Bundeswehr und mir zu tun?

– Wie sehen Gewissenqualen bei mir aus und weshalb würde ich die bekommen, wenn ich Soldat wäre.

– Der Begriff Gewissen muss auftauchen in der Begründung. Ungediente sollten mindestens 1 Seite schreiben, gern mehr.

 

3. Tabellarischer Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte die wichtigsten Lebensdaten ohne größere zeitliche Lücken enthalten. Begebenheiten, die in einem Zusammenhang zu der Kriegsdienstverweigerung stehen könnten, sollten ebenfalls in den Lebenslauf aufgenommen werden. Zurzeit werden die meisten Kriegsdienstverweigerer anerkannt, wenn sie sich an die Empfehlungen unserer Beratungsstellen halten.

Wenn du alle Unterlagen zusammen hast, kannst du in der nachfolgenden Grafik den weiteren Ablauf des KDV-Verfahrens ersehen.

 

Bei diesen KDV-Beratungsstellen kannst du deinen KDV-Antrag vor Einreichung durchgesprechen:

WoE-Mailadresse
Hamburg und Schleswig-Holsteinflensburg@bundeswehrabschaffen.de
hamburg@dfg-vk.de
kiel@bundeswehrabschaffen.de
oldesloe@dfg-vk.de
kdv-luebeck@dfg-vk.de

KDV-Beratung vor Ort:
Hamburg:
Jeden Donnerstag um 18 Uhr
Stadtteilzentrum „Horner Freiheit“ (Am Gojenboom 46, U-Bahnhof Horner Rennbahn über der Bücherei und dem Café MAY), im Seminarraum im 1. Stock
Kiel:
Jeden Donnerstag um 19 Uhr
DFG-VK-Büro, Exerzierplatz 19
Berlin und Brandenburgkdv-berlin@dfg-vk.de
info@idk-berlin.de
lebgut@googlemail.com
Mecklenburg-Vorpommernrostock@dfg-vk.de
Baden-Württembergba-wue@dfg-vk.de
Bremenbremen@dfg-vk.de
Hessen und Reinland-Pfalzkdv-ffm@dfg-vk.de
kdv-kassel@dfg-vk.de
kdv-trier@dfg-vk.de
dfgvkhessen@t-online.de
Bayernkdv-bayern@dfg-vk.de
Niedersachsennds-hb@dfg-vk.de
Nordrhein-Westfalendfg-vk.nrw@t-online.de
Sachsenost@dfg-vk.de
Sachsen-Anhaltkdv-san@dfg-vk.de
Saarlandverweigerung@dfg-vk.de
Thüringenkdv-thueringen@dfg-vk.de